Frühere Prostituierte hatte vier Männer ermordet

Schwarze Witwe: Käufer ihres Hauses muss keinen Schadensersatz zahlen

Göttingen/Bodenfelde. Die im Sommer 2008 wegen vierfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte Lidya L. hat versucht, von dem Käufer ihres ehemaligen Hauses Geld einzuklagen. Allerdings ohne Erfolg.

Die so genannte „Schwarze Witwe“ hat eine gerichtliche Niederlage in einem Zivilverfahren erlitten.

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Die heute 74 Jahre alte frühere Prostituierte hatte gegen den Käufer ihres früheren Wohnhauses eine Schadensersatzklage angestrengt. Sie forderte rund 5000 Euro, weil dieser nach der Übernahme ihres Hauses unberechtigterweise zahlreiche Gegenstände entsorgt habe. Das Landgericht Göttingen wies ihre Klage am Dienstag zurück.

Um die Angaben der Klägerin zu prüfen, hatte das Gericht mehrere Zeugen geladen, unter anderem den Sohn der „Schwarzen Witwe“. Das Gericht fand aber keine überzeugenden Anhaltspunkte dafür, dass sich die angeblichen Besitztümer vob Lydia L. tatsächlich noch in dem Haus befunden hatten.

Die 74-Jährige hatte geltend gemacht, dass sich in dem Haus noch zahlreiche Gegenstände aus ihrem Besitz befunden hätten, unter anderem diverse Kinderfahrräder, Matchbox-Autos, Säcke mit Babykleidung und Plüschtieren, zwei Kinderbetten, ein Holzlaufstall, eine Sofa- und eine Badezimmergarnitur, ein Paar Wasserskier, eine Wohnmobilleiter, eine alte Schulbank sowie diverse Wagenräder und Baumaterialien. Der neue Hausbesitzer habe diese Gegenstände unzulässigerweise entsorgt, dafür müsse er Schadensersatz zahlen.

Vierfacher Männermord 

Die 74-Jährige war im Sommer 2008 wegen vierfachen Männermordes zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt worden, die sie in der Justizvollzugsanstalt Vechta verbüßt.

Im August 2010 hatte ein Kaufinteressent ihr Haus und ihr Grundstück in Bodenfelde, in dem auch mehrere ihrer später ermordeten Männer gewohnt hatten, bei einer Zwangsversteigerung erworben. (pid)

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