Sebexen wird im Sommer zur Großbaustelle

Kein Durchkommen in Sebexen: Die Bauarbeiten an der Hohen Straße dauern an. Im Sommer wird voraussichtlich parallel dazu mit dem Ausbau der Gandersheimer Straße begonnen. Foto: Schwekendiek

Sebexen. Schon jetzt ist die Ortschaft Sebexen eine große Baustelle. Und im Sommer kommt es für die Anwohner noch dicker.

Während sich die Bauarbeiten an der Hohen Straße länger als geplant hinziehen, soll parallel mit der Sanierung der ehemaligen Bundesstraße, der Gandersheimer Straße, begonnen werden. Das berichtete Bürgermeister Jens Meyer nach der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses.

An der Hohen Straße, die von Sebexen nach Wiershausen führt, musste außerplanmäßig auch der Regenwasserkanal erneuert werden. „Wir gehen von Mehrkosten in Höhe von 60.000 Euro aus“, sagte Meyer. Nach ursprünglichen Planungen sollten die Arbeiten bereits im Juli abgeschlossen werden. Jetzt werden sie wohl bis September dauern.

In Sachen Gandersheimer Straße bemüht sich die Gemeinde Kalefeld um einen zügigen Fortschritt. Nachdem deutlich wurde, dass es für den Ausbau zwischen Vorderer Viehtrift und Hoher Straße kein weiteres Geld vom Bund gibt, will die Verwaltung das Projekt jetzt ausschreiben und bald eine Anwohnerversammlung einberufen. Im August sollen die ersten Bagger rollen.

Rund 400.000 Euro wird die Sanierung der alten Bundesstraße kosten, deutlich mehr als vor einigen Jahren angenommen, als die Gemeinde die Finanzierung mit dem Bund geregelt hatte. Dann stellte sich jedoch heraus, dass der Unterbau der Straße in einem noch schlechteren Zustand ist und die Sanierung teurer wird.

Knapp die Hälfte der Kosten wird vom Bund übernommen, 220.000 Euro muss die Gemeinde nun selbst aufbringen. „Trotz der Bemühungen der Bundestagsabgeordneten Priesmeier und Kühne gibt es kein weiteres Geld“, berichtete Meyer sichtlich enttäuscht. „Da fühlen wir uns schon im Stich gelassen.“

Vier Jahrzehnte hätten die Anwohner unter dem Verkehr der Bundesstraße gelitten, jetzt müsse man sie wohl auch noch an der Sanierung der Straße beteiligen, denn allein könne die Gemeinde das Geld nicht aufbringen. „Das wollten wir eigentlich vermeiden“, sagte Meyer.

Zugleich stellte er klar: Es gibt keine Variante light. „Wenn wir die Straße nur oberflächlich sanieren, dann sind in wenigen Jahren wieder Bauarbeiten nötig.“ Um die Kosten zu reduzieren, wolle man nun bei der Straßenbaubehörde einen Förderantrag stellen.

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