Sechs Ja für die Dorfregion

Einigkeit unter sechs Ortsräten: Die Tagung fand im Dorfgemeinschaftshaus Hevensen/Wolbrechtshausen statt. Foto: nh

Nörten-Hardenberg/Hardegsen. Je drei Ortsräte aus Hardegsen und Nörten streben eine interkommunale Zusammenarbeit an.

Als „Meilenstein in der Geschichte des Landkreises Northeim“ haben Nörtens Bürgermeisterin Astrid Klinkert-Kittel und Hardegsens Bürgermeister Michael Kaiser (beide parteilos) das einstimmige Votum bewertet.

Die Dörfer Lütgenrode, Parensen und Wolbrechtshausen aus dem Flecken Nörten-Hardenberg wollen mit den Hardegser Ortsteilen Hevensen, Gladebeck und Lutterhausen eine interkommunale Dorfregion bilden und so von Fördermitteln für schöne Dörfer profitieren.

In einer gemeinsamen Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus Hevensen/Wolbrechtshausen haben alle sechs Ortsräte ihr Ja-Wort gegeben.

Mit dem Ortsrat Wolbrechtshausen habe die grenzübergreifende Zusammenarbeit vor anderthalb Jahren ihren Anfang genommen, berichtete Ortsbürgermeister Werner Thiele (CDU). Wolbrechtshausen wollte wieder in die Förderung zur Dorferneuerung aufgenommen werden. Für ein einzelnes Dorf ist das nicht mehr möglich. In Dorfregionen sollen das Geld jetzt fließen.

Dorfgemeinschaftshaus

Das Dorfgemeinschaftshaus Hevensen/Wolbrechtshausen habe den Anstoß für diese Dorfregion gegeben, beschrieb Kaiser. Schon seit Jahrzehnten sei die Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen in der Alten Schule alltäglich gewesen. Wie der Wolbrechtshäuser Ortsbürgermeister Thiele sieht der Hevenser Ortsbürgermeister Gert Küchemann (Bürger-Bündnis Hevensen) in der Dorfregion neue Zukunftschancen.

Über die Bildung einer Dorfregion und die Fördermöglichkeiten informierten Franz Brinker vom Amt für Regionalplanung und Thomas Forche von der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG).

Besonderheiten

Forche schwebt unter anderem vor, die Besonderheiten der Dörfer herauszuarbeiten, die ältesten Häuser, die schönsten Aussichtspunkte. Mit solchem Wissen könne man die Beziehung der Bürger zu ihrem Wohnort stärken. Für wichtig hält er Angebote für die neuen Bürger. Gerade jetzt, mit den Flüchtlingen, könnten Dörfer wachsen.

„Das war jetzt erst der erste Schritt“, waren sich die Bürgermeister einig. Jetzt sind Gemeinderat und Stadtrat gefragt, ihre Zustimmung zu geben. Dann können sie die Ausarbeitung des Antrags zur Anerkennung der Dorfregion in Auftrag geben. Rund 5000 Euro sind dafür veranschlagt, jeweils die Hälfte für beide Kommunen. Bis zum 1. Juli 2016 muss er eingereicht werden. Wird die neue Dorfregion anerkannt, geht es 2017 mit der Ausarbeitung eines Entwicklungsplans weiter. Voraussichtlich 2018 könnten erste Projekte umgesetzt werden. (zul)

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