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Kinderschutzbund Northeim sucht Verstärkung für die ehrenamtliche Arbeit

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Von: Rosemarie Gerhardy

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Sie wünschen sich Verstärkung für die Arbeit im Kinderschutzbund: (von links) Elke Witt, Stephan Bokelmann, Jutta List-Ivankovic, und Heinrich Dietzel im Familientreff Haerztor.
Sie wünschen sich Verstärkung für die Arbeit im Kinderschutzbund: (von links) Elke Witt, Stephan Bokelmann, Jutta List-Ivankovic, und Heinrich Dietzel. © Rosemarie Gerhardy

Der Deutsche Kinderschutzbund ist seit 40 Jahren mit einem Kreisverband in Northeim vertreten.

Northeim – Ursprünglich war im September ein großes Benefizkonzert mit der Band Presto aus Wolbrechtshausen in der Stadthalle geplant, um die langjährige Arbeit zu feiern. Doch coronabedingt musste die Feier nun auf den 17. September 2021 verschoben werden. Auch der geplante Bildungsfachtag wurde in den November 2021 verlegt.

Aber trotz dieser Verschiebungen geht die Arbeit des Kinderschutzbundes weiter und soll auch noch ausgebaut werden. Deshalb wünscht sich der ehrenamtliche Vorstand, dass sich noch weitere Interessierte in die Arbeit einbringen. „Gern möchten wir den Vorstand erweitern und die zwei vakanten Beisitzerstellen besetzen“, so der Vorsitzende Heinrich Dietzel und sein Stellvertreter Stephan Bockelmann. Damit könne man die Arbeit auf mehr Schultern verteilen, denn es gebe noch viele Zukunftsvisionen.

Sie laden alle dazu ein, am 7. September um 18 Uhr zur Mitgliederversammlung in die Alte Wache zu kommen. Hierfür ist eine Anmeldung erforderlich, so die pädagogische Leiterin Elke Witt.

Sie gab bei einem Pressetermin auch einen kurzen Abriss über die Entwicklung des Kreisverbandes. Vor 40 Jahren hätte man zunächst ehrenamtlich damit begonnen, eine Teestunde und einen offenen Kleiderschrank zu organisieren. Noch heute gehöre mit Dr. Klaus-Dieter Rolirad ein Gründungsmitglied dem heute rund 100 Mitglieder zählenden Verein an. Damals hätte es bereits die ersten Familienfreizeiten gegeben, Anfang der 90er-Jahre wurde aus der in den 80er-Jahren gegründeten Kindergruppe der Kindergarten Biberbau. Nahezu zeitgleich sei auch die Beratungsstelle in Northeim eröffnet worden.

Wunschgroßeltern und andere Projekte

Seit 1998 bietet der Kinderschutzbund das Programm „Starke Eltern – starke Kinder an“. Später kamen Angebote wie Safe-Kursus und Marte-Meo-Kursus hinzu. Seit 2013 läuft das Wunschgroßeltern-Projekt. Zudem engagiert sich das Team des Kinderschutzbundes bei der Interkulturellen Woche sowie an diversen Runden Tischen.

2008 hat Elke Witt die pädagogische Leitung übernommen, nachdem sie zuvor viele Jahre im Vorstand tätig war.

Familien Treff Haerztor sehr gefragt

Ein weiterer Meilenstein in der Arbeit des Kreisverbandes sei 2018 die Einrichtung des Familientreffs „Hærztor“ gewesen, so Witt. Allein im zweiten Halbjahr 2019 hätte es 451 Kontakte zu Erwachsenen sowie 263 zu Kindern gegeben, dabei seien die Gruppen und Kurse nicht mit einberechnet. „Das zeigt den Bedarf“, so Leiterin Jutta List-Ivankovic.

Aktuell sei man dabei am Entenmarkt, wo der Kinderschutzbund Northeim seinen Sitz hat, einen 250 Quadratmeter großen Außenbereich herzurichten. Doch die Pläne gehen noch weiter. So möchte man sich für die Trägerschaft des geplanten Kindergartens am Martinsgraben bewerben.

(Rosemarie Gerhardy)

Fachstellen und Beratungsangebote des Kinderschutzbundes

Der Deutsche Kinderschutzbund ist bestrebt, die Lebensbedingungen von Kindern und Eltern zu verbessern. Dafür gibt es in Northeim verschiedene Fachstellen und Beratungsangebote. Neben dem ehrenamtlich arbeitenden Vorstand gibt es zudem 18 Festangestellte, die in der Regel in Teilzeit das vielseitige Beratungs- und Bildungsangebot betreuen.

Die Geschäftsstelle des Northeimer Kinderschutzbundes befindet sich am Entenmarkt 3-4 und ist unter 0 55 51/98 88 15 oder per E-Mail an info@kinderschutzbund-northeim zu erreichen. Angesiedelt sind hier auch die Koordinations- und Fachstelle „Sprachbildung“, die Beratungsstelle gegen Gewalt an Kindern und Jugendlichen und die Anlaufstelle „Frühe Hilfen. Die Kindertagesstätte Biberbau befindet sich an der Reddersenstraße 4, der Familientreff Hærztor an der Breitenstraße 36.

Zudem bietet der Kinderschutzbund unter anderem Beratung bei Kindeswohlgefährdung und in Erziehungsfragen sowie Eltern-Kind-Gruppen an.            

Weitere Infos gibt es unter kinderschutzbund-northeim.de. (rom)

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