Einbecker Klinik vor Insolvenz gerettet

Einbeck. Die Stadt Einbeck hat ihr Krankenhaus gerettet. Das kleine Haus mit den nur 116 Betten hat vor einigen Monaten die Gesellschaft für Hospital Management in Ratingen übernommen. Sie kaufte es für den symbolischen Preis von einem Euro.

Die Stadt ist nach Angaben ihres Bürgermeisters Ulrich Minkner davon überzeugt, dass das Hospital, das noch vor drei Jahren vor der Insolvenz stand, und nur durch eine Finanzspritze von mehreren Millionen Euro durch die Stadt gerettet werden konnte, der Konkurrenz der Heliosklinik in Northeim und bald auch des neu geplanten Krankenhauses in Holzminden trotzen kann. Die Einbecker Klinik ist das erste Krankenhaus, das von der Ratinger Gesellschaft übernommen wurde. Der neue Eigentümer hat laut Minkner alle Verbindlichkeiten des Krankenhauses übernommen, die Stadt selbst habe sich mit einem Betrag an der Restrukturierung beteiligt.

Dafür investierte das Einbecker Krankenhaus in moderne Technik. Seit Mai 2009 wurden dafür laut Geschäftsführerin Sonja G. Drumm über 500 000 Euro ausgegeben. Nach ihren Angaben passe sich das Einbecker Krankenhaus mit seinem Angebot der älter werdenden Bevölkerung in Einbeck an. Diese Patienten leiden oft an Krebserkrankungen sowie Folgen von Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Allerdings sei das Einbecker Krankenhaus kein Krankenhaus für Altersmedizin. Stattdessen biete man eine gute Grundversorgung an. Das Angebot gehe aber über die reine stationäre Versorgung hinaus und verstehe sich ganzheitlich. So könnten die Patienten unter anderem auch die Kurzzeitpflege, die ambulante Pflege daheim und die Diabetesberatung in Anspruch nehmen, sagt Geschäftsführerin Drumm.

Eine enge Kooperation gibt es mit der Göttinger Universitätsmedizin: Assistenzärzte aus der Herzmedizin und der Krebsmedizin arbeiten im Einbecker Krankenhaus. (bsc)

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