Unterstützerkreis hat Vorwurf unzulässiger Nachverhandlungen mit Sven Tilch konkretisiert

Kreisverwaltung sieht weiter keinen Grund, Verkauf des Jugendfreizeitheims zurückzunehmen

Das ehemalige Jugendfreizeitheim in Silberborn.
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Das ehemalige Jugendfreizeitheim in Silberborn: Nachdem ein erster Verkauf an den Allgemeinen Rettungsverband gescheitert war, hat der Kreistag den Verkauf an Sven Tilch beschlossen. Der Unternehmer hatte mit einem Kaufpreis von 400 000 Euro das mit Abstand höchste Angebot abgegeben.

Die Kreisverwaltung hat die erneute Forderung des Unterstützerkreises Erlebniszentrum Silberborn zurückgewiesen, dass das Kaufangangebot des Unternehmers Sven Tilch für das ehemalige Jugendfreizeitheim Silberborn nicht gewertet werden dürfe.

Northeim – Wie der Unterstützer mit Werner Drese an der Spitze mitteilte, habe er Informationen erhalten, dass das fristgerecht zum 31. Januar 2021 abgegebene Kaufangebot vom Unternehmer Sven Tilch nur unverbindlich gewesen sei. Es habe nämlich zwei Genehmigungsvorbehalte enthalten.

Nach Darstellung des Unterstützerkreises hat Tilch im Gespräch sein Angebot bei einem Gespräch mit der Kreisverwaltung korrigiert und Genehmigungsvorbehalte zurückgenommen, was er später schriftlich bestätigt habe. „Diese Änderung des abgegebenen Kaufangebotes von Sven Tilch ist eine unzulässige Nachverhandlung, die zum Ausschluss des Angebotes führen muss“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unterstützerkreises weiter. Der vom Kreistag beschlossene Verkauf des Jugendfreizeitheims Silberborn an Tilch müsse zurückgenommen werden.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD) wirft der Unterstützerkreis in diesem Zusammenhang vor, in der jüngsten Kreistagssitzung wahrheitswidrig das Gespräch mit Tilch im Februar als „Aufklärungsgespräch“ dargestellt zu haben.

„Die Wiederholung einer Unwahrheit macht diese nicht wahrer“, reagierte Landkreis-Pressesprecher Dirk Niemeyer unmissverständlich auf die Vorwürfe des Unterstützerkreises. Es habe in der Kreisverwaltung zu keinem Zeitpunkt infrage gestanden hat, dass das Angebot von Tilch für das Jugendfreizeitheims als verbindlich anzusehen ist.

Das am 11. Februar mit dem Unternehmer geführte Gespräch habe lediglich dazu gedient, eine unklare Formulierung in einem Anschreiben klarzustellen. „Nachverhandlungen wurden mit Herrn Tilch nicht geführt“, betonte Niemeyer.

Er frage sich, Was es für die Zukunft des ehemaligen Jugendfreizeitheims bringen soll, wenn der Unterstützerkreis nun versuche, den Verkaufsprozess nachträglich zu skandalisieren, statt die vom Kreistag gefällte Entscheidung zu akzeptieren.   (ows)

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