Silvester-Raketen an vielen Orten untersagt

Northeim. Wegen der Feuergefahr darf es im Landkreis Northeim in vielen Bereichen kein Feuerwerk geben.

Wenn sich das alte Jahr verabschiedet und die Menschen im Landkreis Northeim am Silvesterabend um Mitternacht das neue Jahr 2016 begrüßen, lassen sie es gern krachen und funkeln. Das hat Tradition, doch der Lichterzauber ist an vielen Orten streng untersagt. Wer dagegen verstößt, dem drohen hohe Bußgelder.

Als Silvester 1998 eine Rakete in der Osteroder Altstadt einen Hausbrand auslöste, schoben die Verantwortlichen dem Feuerzauber im Jahr darauf einen Riegel vor. Seitdem herrscht striktes Verbot für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern wie Raketen in der historischen Altstadt.

Inzwischen ist das Silvesterfeuerwerk in vielen Städten Niedersachsens untersagt oder zumindest eingeschränkt. Die Stadt Northeim setzte das Böllerverbot 2009 in Kraft, weil es auch hier durch diverse Feuerwerkskörper zu Bränden gekommen war. In Goslar gilt das Verbot seit 2006.

Die Stadt Northeim hat einen Ring um die historische Innenstadt gezogen. Der wird begrenzt durch die Wilhelmstraße, Friedrichstraße, Göttingen Straße ab Friedrichstraße in Richtung Norden, Breiter Weg, Friedrich-Ebert-Wall und In der Fluth.

Innerhalb dieser Zone gilt das Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern der Klasse II. Darunter fallen unter anderem Raketen, Schwärmer oder Feuertöpfe. „Wer dagegen verstößt, riskiert eine Geldbuße bis zu 5000 Euro“, teilt Bürgermeister Hans-Erich Tannhäuser mit.

Untersagt ist die Silvesterknallerei auch in unmittelbarer Nähe von Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen, Kirchen und Fachwerkhäusern außerhalb historischer Stadt- oder Dorfkerne. Als minimaler Abstand sind 25 bis 30 Meter bei handgeworfenem Feuerwerk vorgegeben. Bei Raketen gilt ein Mindestabstand von 200 Metern. Das bedeutet, dass das Silvesterfeuerwerk auch in vielen Dörfern absolut tabu ist. (ajo)

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