Lage ist noch sehr entspannt

Northeim: Drohendes Hochwasser nach Tauwetter: Leinepolder ist leer

Wasser bis zum Horizont: Das Hochwasserrückhaltebecken Salzderhelden
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Wasser bis zum Horizont: So sah das Hochwasserrückhaltebecken Salzderhelden beim Hochwasser 2018 aus. (Archivbild)

„Wir sind noch relativ entspannt“, sagt Michael Kruttke, einer der Betriebsleiter des Hochwasserrückhaltebeckens bei Salzderhelden.

Northeim/Salzderhelden - Mit dem für die nächsten Tage angekündigten Tauwetter mit fast frühlingshaften Temperaturen am Wochenende und in der kommenden Woche werden sich die überall im Kreisgebiet auftürmenden, meterhohen Schneeberge in Wasser verwandeln und irgendwann über die Regenwasserkanalisation in den Bächen und Flüssen landen, vor allem in Rhume, Leine und Weser.

„Wir sind auf jeden Fall gut vorbereitet. Der Leinepolder ist aktuell noch komplett leer“, so Kruttke am Montag auf HNA-Anfrage.

Denn in dem riesigen Hochwasserrückhaltebecken, das vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betrieben wird, werde nur eingestaut, wenn es tatsächlich zu einem Hochwasser komme.

Doch davon sei der Landkreis Northeim aktuell noch weit entfernt. Die Pegelstände von Leine und Rhume befinden sich nach den Worten von Kruttke in einem „normalen“ Bereich. Auch die Talsperren im Harz sind nach seinen Worten bislang im Durchschnitt nur zur Hälfte gefüllt und hätten deswegen noch große Aufnahmekapazitäten.

Der Betriebsleiter des Rückhaltebeckens betont, dass sich die Entwicklung eines möglichen Hochwassers danach richte, wie schnell der Schnee abtaut. „Wenn warmer Regen auf den Schnee fällt, geht das sehr schnell und Hochwasser ist quasi vorprogrammiert. Taut es aber langsam ab, dann erwarten wir keine Probleme.“

Entscheidend seien die nächsten Tage, erklärt Kruttke weiter. „Wir haben die Wettervorhersagen im Blick und können sofort entsprechend reagieren.“

Auf was Grundstücksbesitzer im Landkreis Northeim bei dem einsetzenden Tauwetter achten müssen, regeln die Satzungen der Städte und Gemeinden. In allen Satzungen sind aber einige Punkte übereinstimmend geregelt: Die Gossen und Rinnsteine müssen bei einsetzendem Tauwetter von Eis und Schnee befreit werden.

Auch auf Gullys und Abflüssen müssen Schnee und Eis entfernt werden, damit das Schmelzwasser ungehindert von den Bürgersteigen und Fahrbahnen in die Kanalisation abfließen kann. Diese Regelung gilt allerdings nicht für die Anlieger von Durchgangsstraßen, also Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. (kat)

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