Hardegsen weiht Solarpark ein - weiterer Ausbau der erneuerbaren Energie

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Solarmodule soweit das Auge reicht: Über die Anlage im Gewerbegebiet freuen sich Birgitte de Paepe, Dieter Sjuts, Henning Ropeter, Michael Ix, Jörg Hausknecht und Dirk Schrader (v.l.).

Hardegsen. Die Stadt Hardegsen kommt ihrem Ziel, sich selbst zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu versorgen, immer näher. „Mit dem neuen Solarpark im Gewerbegebiet Hevensen haben wir die rechnerische Marke von 70 Prozent deutlich überschritten.“

Das sagten am Mittwoch Hardegsens Bürgermeister Dieter Sjuts und Stadtwerkeleiter Dirk Schrader bei der Einweihung der knapp sechs Millionen Euro teuren Anlage.

Nach Angaben der bauausführenden Firma Pairan (Bovenden) ist sie die größte Anlage Südniedersachsens. Die neue Photovoltaik-Anlage in unmittelbarer Nachbarschaft der Biogasanlage soll jährlich knapp drei Megawatt Strom produzieren. Das entspricht in etwa dem durchschnittlichen Verbrauch von 1000 Haushalten. Der Solarpark entstand in den vergangenen 14 Tagen auf einer Fläche von sechs Hektar. Die Pairan GmbH hat dort 12.800 Module und 266 Wechselrichter verbaut.

Die Stadt Hardegsen kauft das Gelände und verpachtet es anschließend an die private Betreibergesellschaft, die wiederum den produzierten Sonnenstrom in das Netz der E.on Mitte einspeist. Der Vergütungspreis liege bei 21 Cent pro Kilowattstunde.

Für die Stadt Hardegsen rechne sich der Kauf des acht Fußballfelder großen Areals, sagte Bürgermeister Sjuts. „Nach 20 Jahren schreiben wir schwarze Zahlen.“ Im Nachtragsetat der Stadt für 2012 sind für den Ankauf 750.000 Euro vorgesehen.

Der Solarpark spart nach Darstellung der Firma Pairan pro Jahr etwa 2350 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid ein. Das entspreche dem Ausstoß von fast 1230 Autos. Neben dem Projekt in Hevensen hat die Stadt Hardegsen über ihre Bürgergenossenschaft BürgerEnergie Hardegsen inzwischen auch eine Photovoltaikanlage auf der Grundschule und auf dem Bauhof realisiert, um bis 2020 das Ziel einer rechnerischen 100-Prozent-Versorgung aus erneuerbaren Energien zu erreichen. (zhp)

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