Im Straßengraben

Spaziergänger in Gillersheim finden scharfe Handgranate aus Beständen der Bundeswehr

15.03.2019, Bayern, Kempten: ILLUSTRATION - Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Nach einem Polizeiskandal in München wurden Beamte vom Dienst suspendiert oder versetzt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Gillersheim– Spektakulärer und zugleich hoch gefährlicher Fund in der Katlenburg-Lindauer Ortschaft Gillersheim: Zwei Spaziergänger hatte am Sonntag gegen 18.30 Uhr im Straßengraben an der Straße Im Siek nahe des Gillersheimer Friedhofs eine Handgranate gefunden und die Polizei alarmiert.

Der Fund stammte nicht etwa aus dem Zweiten Weltkrieg, sondern es handelte sich um eine unverwitterte olivgrüne Handgranate, die nach Angaben von Pressesprecher Uwe Falkenhain von der Polizeiinspektion Northeim noch teilweise in einer Hartverpackung steckte. Der Sicherungssplint der Granate habe noch im Objekt gesteckt.

Die alarmierten Polizeibeamten sperrten daraufhin den Fundort weiträumig ab. Es wurden Fotos von der Granate gemacht und ans Landeskriminalamt geschickt. Von dort kam die Bestätigung, dass es sich wohl um scharfe Munition handelt und offenbar aus dem Bestand der Bundeswehr stammt.

Nach Abklärung mit einem Delaborierer des Landeskriminalamts wurde die Handgranate als handhabungssicher und transportabel eingestuft. Sie wurde laut Polizei-Inspektions-Pressesprecher Uwe Falkenhain abtransportiert und in einem Bombenschacht auf dem Gelände der Polizeidirektion Göttingen sicher abgelegt.

Bei einer Absuche des Straßengrabens seien keine weiteren verdächtigen Gegenstände gefunden worden.

Wie die Granate nach Gillersheim gekommen sein könnte, das werde jetzt zu ermitteln sein, sagte Jürgen Engelhardt, Pressesprecher der Bundeswehr in Hannover auf HNA-Anfrage. Der Fund sollte am Montag von einem Spezialkommando der Bundeswehr aus Göttingen abgeholt werden, um ihn in Hannover genauer zu untersuchen. Der Bundeswehr-Sprecher nannte es unverantwortlich, dass jemand eine offenbar funktionstüchtige Handgranate einfach in einem Graben nicht weit entfernt von einer Ortschaft entsorgt.

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