1. Startseite
  2. Lokales
  3. Northeim

SPD holt beide Direktmandate im Landkreis Northeim

Erstellt:

Von: Axel Gödecke

Kommentare

Sebastian Penno (mit Blumenstrauß) nimmt im Kreis seiner Parteifreunde die Glückwünsche  der Unterbezirksvorsitzenden Frauke Heiligenstadt (links) entgegen.
Sebastian Penno (mit Blumenstrauß) nimmt im Kreis seiner Parteifreunde die Glückwünsche der Unterbezirksvorsitzenden Frauke Heiligenstadt (links) entgegen. © Niko Mönkemeyer

Der Landkreis Northeim bleibt, was die Landespolitik angeht, weiterhin sozialdemokratisch geprägt. Sowohl Sebastian Penno aus Northeim (39,2 Prozent) als auch René Kopka aus Einbeck (38,3 Prozent) ließen ihre CDU-Gegenkandidaten Tristan Marienhagen (27,2 %) und Andreas Kroll (27,7 %) deutlich hinter sich.

Northeim / Einbeck – Beide werden als Neulinge ins Landesparlament einziehen, da sowohl Frauke Heiligenstadt (Gillersheim), jetzt Bundestagsabgeordnete, als auch Uwe Schwarz (Bad Gandersheim) nicht mehr antraten.

Zum Vergleich: Heiligenstadt hatte bei der Landtagswahl 2017 47 Prozent und Schwarz 45 Prozent erzielt und damit deutlich die beiden Direktmandate im Kreisgebiet erobert.

Wohl nicht mehr im Landtag vertreten sein wird FDP-Mann Christian Grascha (Einbeck). Zwar war er auf einem aussichtsreichen fünften Platz auf der Landesliste seiner Partei platziert, doch die Liberalen schafften wahrscheinlich die 5-Prozent-Hürde nicht, was bei Redaktionsschluss aber noch nicht genau feststand.

Rene Kopka (dritter von rechts) konnte in Einbeck die Wahlberichterstattung zusammen mit Parteifreunden entspannt verfolgen.
Zufriedene Gesichter: Rene Kopka (dritter von rechts) konnte in Einbeck die Wahlberichterstattung zusammen mit Parteifreunden entspannt verfolgen. © Frank Bertram

Bereits gegen 19 Uhr war am Sonntagabend klar, dass die beiden SPD-Direktkandidaten Penno (Wahlkreis Northeim) und Kopka (Wahlkreis Einbeck mit Uslar) klar die Direktmandate holen.

Auch bei den Zweitstimmen lagen die Sozialdemokraten in beiden Wahlkreisen klar vorn. Zwar verloren sie in beiden Kreisen gegenüber der Landtagswahl 2017 rund 5 Punkte, doch mit je rund 39 Prozent in beiden Kreisen ließ man die CDU, die jeweils auf etwa 26 Prozent (minus 4 Punkte in Northeim und sogar minus 7 in Einbeck) kam, deutlich hinter sich.

Klare Wahlgewinner im Landkreis waren die AfD und die Grünen. So verdoppelte die AfD ihren Stimmenanteil gegenüber 2017 und kam in beiden Wahlkreisen auf über 12 Prozent. Damit liegt sie noch vor den Grünen. Letztere konnten zwar in beiden Wahlkreisen ebenfalls deutlich zulegen, doch es reichte mit 11,3 % (+4,8) in Northeim und 10,6 % (+4,4) in Einbeck nicht, um dritte Kraft im Landkreis zu werden.

Klar verloren gegenüber 2017 hat die FDP, die in Northeim auf 4,5 Prozent (-1,8) und in Einbeck auf 5,9 Prozent (-2,6) kam. (Axel Gödecke)

Auch interessant

Kommentare