Harvester entfernt Totholz

Sperrung des Waldstücks im Moringer Wienberg: Tote Kiefern müssen weg

Die Grenze des Waldes geht unmittelbar bis an die Wohnbebauung im Buchenweg und im Birkenweg. Im Falle eines Herbststurms stellt das Totholz damit ein Risiko für die Anwohner dar. Fotos: Melanie Zimmermann

Einige Moringer müssen für mehrere Tage auf ihre tägliche Runde im Waldstück im Wienberg verzichten. Grund dafür ist die Entfernung von Totholz in dem Waldstück. Die Arbeiten beginnen am Mittwoch, 13. November.

Dies teilt Moringens Förster Jonas Fürchtenicht mit. Die Baumfällmaßnahme im Wienberg solle verhindern, dass das Totholz im Falle eines Herbststurms Schäden anrichtet. „Das Waldstück grenzt unmittelbar an die Wohnbebauung im Buchenweg und Birkenweg und wird daher auch stark von den Anwohnern frequentiert“, so Förster Fürchtenicht.

Die Trockenheit und Hitze der vergangenen zwei Jahre haben den Wald im Allgemeinen stark in Mitleidenschaft gezogen, die Schäden seien in diesem Sommer unübersehbar gewesen – auch im Wienberg, so Fürchtenicht.

„Außerdem wurde in diesem Waldstück in den vergangenen Jahren weitestgehend auf forstwirtschaftliche Maßnahmen verzichtet“, erklärt Fürchtenicht weiter. Die klimatischen Extreme und die Bewirtschaftungspause hätten zu einer massiven Totholzbildung geführt, dies stelle ein erhebliches Risiko dar und müsse daher dringend entfernt werden. Dazu wird ab Mittwoch ein Harvester im Wienberg eingesetzt, der die markierten Bäume aus dem Waldstück entfernt. „Größtenteils handelt es sich bei dem Totholz um Kiefern, ab und an ist auch nochmal eine Kirsche dabei“, sagt Jonas Fürchtenicht. 

Die sogenannte Holzerntemaßnahme soll am Freitag, 22. November, abgeschlossen sein. „Natürlich ist das aber auch vom Wetter abhängig.“ Während der Arbeiten, die an allen Werktagen gegen 7 Uhr beginnen und bis etwa 18 Uhr andauern werden, ist der Wald aus Sicherheitsgründen gesperrt und ein Betreten absolut verboten. Alle Absperrungen seien während der angegebenen Zeit einzuhalten, betont Moringens Förster ausdrücklich.

An den Wochenenden hingegen werden keine Arbeiten durchgeführt, dann könne der Wald, ebenso werktags nach 18 Uhr, auch wieder für einen Spaziergang von allen Bürgern genutzt werden.

Gärten ebenfalls gesperrt

Da die Gartengrundstücke des Buchenwegs und des Birkenwegs bis an die Waldfläche heranreichen, können die Anwohner auch diese nicht in der gewohnten Weise betreten. „Während der Baumfällarbeiten ist ein Mindestabstand von 50 Metern vom Waldrand beziehungsweise der Grundstücksgrenze einzuhalten“, erklärt Jonas Fürchtenicht.

Dieser Sicherheitsabstand entspreche der doppelten Baumlänge und betreffe eben auch die Gärten der angrenzenden Grundstücke. Die unmittelbar betroffenen Anwohner des Buchenwegs und des Birkenwegs werden auch schriftlich durch die Verwaltung über die Maßnahme informiert.

Bei Rückfragen steht Förster Jonas Fürchtenicht telefonisch unter 0151/ 16 14 34 41 zur Verfügung.

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