Ermittler wollen ausschließen, dass es weitere Opfer gibt

Spurensuche im Horrorhaus in Höxter - Polizei prüft jeden Zentimeter

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Spurensuche: Die Ermittler suchen jeden Zentimeter des Hofes in Höxter ab. 

Höxter/Bad Gandersheim.  In Höxter setzen die Experten der Polizei heute die Suche nach weiteren Spuren auf dem Gehöft des Paares fort, das zwei Frauen getötet haben soll.

Die Ermittler wollen ausschließen, dass es weitere Todesopfer gibt. "Wir müssen Zentimeter für Zentimeter prüfen", hatte der Leiter der Mordkommission, Ralf Östermann, am Dienstag angekündigt. Das könne mehrere Tage, wenn nicht Wochen dauern.

Aktualisiert um 11.30 Uhr

Die Ermittler wollen zudem die Ergebnisse der Befragung einer Frau auswerten, die 2013 ihren Peinigern lebend entkommen war. Die Frau aus dem Großraum Berlin hatte auf Fotos das Haus in Ostwestfalen erkannt und sich bei der Polizei gemeldet. Woher genau die Frau stammt, wollten die Fahnder aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Unter Tatverdacht stehen eine 47-jährige Frau und ihr 46 Jahre alter Ex-Mann. Sie hat gegenüber den Ermittlern ein Geständnis abgelegt. Der Mann bestreitet eine Schuld. Das Duo soll Frauen mit Kontaktanzeigen auf das Gehöft in Höxter-Bosseborn gelockt haben. Die Ermittler vermuten als Motiv sadistische Machtspiele.

Staatsanwaltschaft und Polizei hatten am Dienstag über schockierende Details zu den Fall berichtet. Danach soll das verdächtigte Paar zwei Frauen zu Tode gequält und vermutlich weitere Opfer über einen längeren Zeitraum misshandelt und festgehalten haben.

Eine 33-Jährige aus Niedersachsen, mit der der Mann verheiratet war, sei bereits 2014 umgebracht, zerstückelt und im Kamin verbrannt worden. Ihre Asche hätten die Beschuldigten in der Umgebung verstreut.

Höxter: Paar soll mindestens zwei Frauen misshandelt und getötet haben

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Ein Polizist mit einem Hund an der Leine läuft am 02.05.2016 in Höxter (Nordrhein-Westfalen) auf dem Grundstück vor dem Haus des beschuldigten Ehepaares. Das mutmaßlich für den Tod einer 41-Jährigen verantwortliche Paar aus Höxter soll ein weiteres Tötungsdelikt gestanden haben. Foto: Marcel Kusch/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Mitarbeiter der Spurensicherung gehen am 02.05.2016 in Höxter (Nordrhein-Westfalen) am Haus des beschuldigten Ehepaares vorbei. Das mutmaßlich für den Tod einer 41-Jährigen verantwortliche Paar aus Höxter soll ein weiteres Tötungsdelikt gestanden haben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Polizeikreisen. Die Staatsanwaltschaft Paderborn wollte dies zunächst weder bestätigen noch dementieren. Foto: Marcel Kusch/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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In diesem abgelegenen Haus in Höxter wurde die Frau gefangen gehalten und misshandelt. Foto: Marcel Kusch
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Ralf Meyer (von links), Staatsanwaltschaft Paderborn, Ralf Östermann, Leiter Mordkommission, und Achim Ridder, Pressesprecher Polizei Bielefeld, sitzen bei einer Pressekonferenz in den Räumen der Polizei in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen). Polizei und Staatsanwaltschaft informierten über den Stand der Ermittlungen. © dpa

Ins Rollen waren die Ermittlungen in der vergangenen Woche gekommen, als eine weitere Frau aus Niedersachsen ums Leben kam. Sie war von den Beschuldigten ebenfalls körperlich schwer misshandelt worden. Mit dem Auto wollten sie die geschwächte Frau zurück in ihre Wohnung nach Niedersachsen bringen. Nach einer Motorpanne rief das Paar auf einer Landstraße einen Rettungswagen. Die Frau starb kurz darauf in einem Krankenhaus. Die Ärzte schalteten wegen der Art der Verletzungen die Polizei ein.

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