Mindestens 15 Prozent Einsparung für städtische Immobilien erwartet

Stadt Northeim baut Energie-Management auf

Die Astrid-Lindgren-Schule in Northeim von außen.
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Die Astrid-Lindgren-Schule in Northeim. Auch diese Immobilie soll künftig über das noch aufzubauende Energie-Management überwacht und der Energieverbrauch optimiert werden. 

Die Stadtverwaltung Northeim möchte ein Energie-Management für ihre eigenen Immobilien ins Leben rufen und damit ohne große Investitionen mindestens 15 Prozent des Energieverbrauchs einsparen.

Northeim - Das Eneergie-Management-System spare Kosten und sei gut fürs Klima, hieß es bei der Vorstellung der Pläne im städtischen Bauausschuss.

Das Ratsgremium sprach sich denn auch einstimmig für den Aufbau des Energie-Managements in den städtischen Liegenschaften aus. Die Stadt solle dafür Fördermittel des Bundes beantragen. Laut der städtischen Klimaschutzmanagerin Anna-Lena Enskat könne die Stadt Northeim auf eine Förderung von 75 Prozent hoffen. Die Einrichtung des Energie-Managementsystems in der Stadtverwaltung werde um die 150 000 Euro kosten.

Der Aufbau einer solchen Überwachung und Optimierung des Energieverbrauchs in den städtischen Gebäuden ist eine Zielsetzung, die schon im 2015 vom Stadtrat verabschiedeten Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) steht. Jetzt kann es also in die Umsetzung gehen.

Durch das Energie-Management sollen die Verbräuche von Wasser, Strom und Wärme der städtischen Immobilien kontinuierlich erfasst und analysiert werden, um daraus Möglichkeiten zur Reduzierung dieser Verbräuche aufzuzeigen, betonte Enskat.

Anna-Lena Enskat, Klimaschutz-Managerin

Im Durchschnitt könnten 15 Prozent des bisherigen Energieverbrauchs bereits ohne oder nur durch geringe Investitionen eingespart werden. Zum Beispiel durch die Feststellung von Defekten oder Fehleinstellungen an Heizungen und durch die Optimierung des Betriebsablaufs.

Beim Aufbau des Energie-Managements in der Verwaltung soll ein externer Dienstleister helfen, so Enskat. Dieser könnte auch erste Gebäudebewertungen gleich übernehmen. Die Kosten für diesen Dienstleister würden vom Bund auf drei Jahre bezuschusst. Ebenfalls gefördert würden Anschaffungen in den Bereichen Messtechnik, Zähler und Sensorik sowie deren Installation. Auch die Software für das Energie-Management, die die Speicherung und Auswertung der Daten übernimmt, werde bezuschusst, ebenso die Kosten für die Weiterbildung des städtischen Personals.

Die anteiligen Investitionskosten der Stadt Northeim würden sich durch die zu erzielenden Einsparungen bereits mittelfristig amortisieren und langfristig den städtischen Haushalt entlasten.

Die Einführung des Energiemanagements werde zudem eine bald auf die Stadt zukommende Pflichtaufgabe unterstützen. Nach Maßgabe des niedersächsischen Klimagesetzes müsse die Stadt nämlich erstmalig für 2022 einen Energiebericht erstellen und veröffentlichen, der sämtliche Verbräuche der kommunalen Liegenschaften darstellt.

Durch die Einführung eines kontinuierlichen Messprozesses für die Anlagen in den städtischen Häusern werde diese Aufgabe enorm erleichtert, denn die Verbrauchsdaten lägen dann bereits vor. Weiter ermögliche die neue Energie-Management-Software die automatische Erstellung von Grafiken zum Verbrauch in den einzelnen Stadt-Gebäuden, die in den Energieberichten die Situation veranschaulichen können.

(Axel Gödecke)

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