Ausschuss debattierte über neues Gremium

Stadt Northeim plant Beirat für Migranten

Mitarbeit gefragt: Im geplanten Beirat sollen Menschen mit Migrationshintergrund aktiv werden. Illustrationsfoto: dpa

Northeim. Bis 2006 gab es ihn bereits schon einmal, den Ausländerbeirat. Damals schlief die Tätigkeit ein. Jetzt soll er vielleicht wieder zum Leben erweckt werden, unter dem Namen „Beirat für Menschen mit Migrationshintergrund“.

Der städtische Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales hat das Thema in seiner jüngsten Sitzung diskutiert, allerdings noch keine Entscheidung getroffen. Erst sollen jetzt noch Mitglieder des Runden Tisches Integration, den es in Northeim schon seit Jahren gibt, und auch die neue hauptamtliche Landkreis-Beauftragte für Integration eingeladen werden, um über die Situation der Flüchtlings- und Integrationsarbeit in der Stadt und auch im Kreisgebiet zu berichten.

Aus dem Runden Tisch heraus war auch der Vorschlag gekommen, in der Stadt wieder einen solchen Beirat einzurichten. Ein solches Gremium könnte als zusätzliche Anlaufstelle für Flüchtlings- und Integrationsarbeit dienen und dazu beitragen, ein Integrationskonzept zu erstellen.

Ein solcher Beirat könnte nach Aussage von Dr. Koralia Sekler vom Niedersächsischen Integrationsrat, die kürzlich zu Gast beim Runden Tisch war, zum Beispiel bei einer Gründungsversammlung gewählt werden.

In der Stadt Göttingen gibt es seit dem vorigen Jahr bereits einen Integrationsrat, heißt es dazu in einer Beschlussvorlage der Northeimer Stadtverwaltung. Integrationsbeiräte haben auch die Städte Garbsen oder Emden eingeführt, einen offiziellen Ratsausschuss für Integrationsfragen gibt es in der Stadt Braunschweig.

Drei Gruppen in Northeim

In Northeim seien zur Zeit zwei bis drei organisierte Gruppen von Migranten bekannt, heißt es weiter von der Stadtverwaltung. Dieses sind die türkisch-islamische DITIB-Gemeinde sowie der Verein ALHUGA, eine Gemeinde der libanesischen Emigranten mit Vereinssitz im ehemaligen Freihandschützenzelt. Hinzu komme eine Roma-Gruppe, die vor allem mit ihren Jugendlichen im Northeimer Jugendzentrum aktiv ist.

Flüchtlings- und Integrationsarbeit wird in Northeim zur Zeit hauptsächlich nur im Café Dialog in der Südstadt betrieben, eine Einrichtung unter der Regie der Werk-statt-Schule. Hier gibt es informelle Treffen und Workshops sowie von Sozialarbeiterinnen sporadisch auch Einzelfallbetreuungen.

Kosten: 10 000 Euro 

Sollte es in Northeim zur Gründung eines Beirats für Menschen mit Migrationshintergrund kommen, dann würden auf die Stadt ähnlich wie bei anderen Beiräten jährliche Kosten von etwa 10 000 Euro an Sach- und Personalkosten für die Vorhaltung einer Geschäftsstelle zukommen. (goe)

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