Landkreis: Kein anderes Objekt in der Kreisstadt dafür geeignet

Stadthalle in Northeim soll Corona-Impfzentrum werden

Vor der Stadthalle stehen (von links) Kai Scheffler (THW), Marc Küchemann (JUH), Jan Henze (ASB), Frank Beckmann (DRK), Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, Holger Schulz (Fachbereichsleiter Katastrophenschutz beim Landkreis) und  Bürgermeister Simon Hartmann.
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Geprüft und als Impfzentrum für gut befunden: Vor der Stadthalle stehen (von links) Kai Scheffler (THW), Marc Küchemann (JUH), Jan Henze (ASB), Frank Beckmann (DRK), Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, Holger Schulz (Fachbereichsleiter Katastrophenschutz beim Landkreis) und Bürgermeister Simon Hartmann.

Die Stadthalle Northeim soll Corona-Impfzentrum werden. Wie die Kreisverwaltung am Freitag angekündigt hat, wird sie dem Land Niedersachsen ein entsprechendes Konzept vorlegen.

Northeim – Der Landkreis plane mit einer Nutzungsdauer von einem Jahr, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte. Die endgültige Festlegung treffe aber das Land.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel

Das Impfzentrum soll, so die Vorgabe von Bund und land, ab Dienstag, 15. Dezember betriebsbereit sein. „Ich habe von Anfang an darauf Wert gelegt, einerseits schnell ein betriebsfähiges Impfzentrum im Landkreis Northeim zu haben und andererseits alles dafür zu tun, um nicht auf Sporthallen zurückgreifen zu müssen“, betonte Landrätin Astrid Klinkert-Kittel (SPD). In den vergangenen Tagen hat der Landkreis Northeim mit tatkräftiger Unterstützung der Stadt Northeim und den Hilfsorganisationen nach ihren Worten mehrere Objekte in der Kreisstadt in Augenschein genommen, ob es die Kriterien erfüllt, die das Land vorgegeben hat:

-  gute Erreichbarkeit durch öffentliche Verkehrsmittel,

-  Parkflächen,

-  Barrierefreiheit,

-  1000 Quadratmeter Nutzfläche,

-  schnelle Internetanbindung,

-  die Möglichkeit, mehrere Funktionsräume einrichten zu können, und

-  schnelle Verfügbarkeit.

Das habe kein anderes Objekt bieten können.

„Wir wollen unseren aktiven Beitrag leisten, die Pandemie schnell zu überwinden“, sagte Northeims Bürgermeister Simon Hartmann (SPD). In einer Videokonferenz mit den Spitzen der Ratsfraktionen sei die Bereitstellung der Stadthalle von allen Teilnehmern befürwortet worden.

„Ich weiß, dass dies für den Kulturstandort Northeim einen Einschnitt bedeutet“, sagte Hartmann. „Wir werden mit den Veranstaltern kurzfristig in Gesprächen erörtern, welche Möglichkeiten es für alternative Veranstaltungsorte gibt.“ Gemeinsam mit dem Landkreis und dem Land will die Stadt nach seinen Worten wirtschaftliche Einbußen für die Veranstalter und die Stadthalle vermeiden. „Und im Jahr 2022 werden wir hoffentlich kraftvoll wieder durchstarten können, auch in der Kultur.“

Das Impfzentrum in der Northeimer Stadthalle soll vom DRK betrieben werden. Die beiden anderen Hilfsorganisationen Johanniter Unfallhilfe und Arbeiter-Samariter-Bund, werden nach Mitteilung der Kreisverwaltung mobile Impfteams stellen, die vorrangig in Einrichtungen, wie zum Beispiel Pflegeheimen, eingesetzt werden. Das Technische Hilfswerk werde die Hilfsorganisationen bei der der Herrichtung des Impfzentrums unterstützen.

Die Konzeption des Landes Niedersachsen geht nach Mitteilung der Kreisverwaltung davon aus, dass in einem einzügigen Impfzentrum mit vier Plätzen bis zu 20 Personen je Stunde geimpft werden können. Ausgehend von optimalen Rahmenbedingungen wären dies bei einem zehnstündigen Betrieb 200 Personen.

„Wir arbeiten darauf hin, ein zweizügiges Impfzentrum bis zu zwölf Monate vorhalten zu können“, erklärt Holger Schulz, Leiter des Fachbereiches Katastrophenschutz beim Landkreis Northeim. Daraus würde sich im optimalen Fall rechnerisch eine Impfkapazität von 400 Personen pro Tag ergeben.

„Gemeinsam konnten wir in einer sehr kurzen Zeit eine solide Vorarbeit leisten, damit die Menschen in unserem Landkreis die von vielen sehnlichst erwartete Impfung erhalten können. Mein Dank gilt allen Akteuren, die sich bislang in diesem Prozess eingebracht haben“, sagt Landrätin Astrid Klinkert-Kittel.

Sie hofft, dass das Land das Konzept des Landkreises kurzfristig genehmigen wird. Die Kosten für den Betrieb des Impfzentrums sollen vom Land Niedersachsen übernommen werden. (Olaf Weiss)

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