Betrieb im Martin-Luther-Haus läuft schon

Start frei für die neue Krippe in Gillersheim 

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Staunen über die hölzerne Schlafhöhle: Gerd Heiligenstadt (Ortsrat), Gardi Müller (Kirchenvorstand) und Pastorin Johanna Hesse (rechts) im Schlafraum der Krippe.

Gillersheim – Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt ist die neue Krippe in Gillersheim – die dritte im Gebiet der Gemeinde Katlenburg-Lindau – am 1. August in Betrieb gegangen.

Sechs Kleinkinder zwischen einem und zweieinhalb Jahren und die beiden neuen Erzieherinnen Lena Lorenz und Svenja Schinkel erfüllen derzeit die vom  ev. Kindertagesstätten-Verband Leine-Solling getragene Einrichtung mit Leben. Im Oktober sollen es acht Kinder sein, im kommenden Frühjahr dann 15.

315.000 Euro hat die Gemeinde in der Ortschaft investiert, nur 195.000 Euro gab es als Zuschüsse gegenzurechnen. Für die 7000-Einwohner-Gemeinde also kein kleiner Eigenanteil, und das wissen die Gillersheimer, wie Ortsbürgermeister Uwe Lebensieg bei der Presse-Vorstellung des Projekts betonte, auch zu schätzen.

„Damit wird unser Dorf noch ein weiteres Stück mehr zukunftsfähig gemacht“, sagt der Ortsbürgermeister und seine Ortsratsmitglieder stimmen zu. Dass Gillersheim für junge Familien attraktiv ist, dafür sorge nicht zuletzt auch der örtliche Kindergarten, dessen kirchliches Erzieher-Team unter Leitung von Claudia Hennecke auch die neue Krippe personell betreut.

Dankbar zeigen sich Ortsrat, Kindergartenleitung und Gemeindebürgermeister Uwe Ahrens gegenüber der evangelischen Kirchengemeinde in Gillersheim. Die hat für die Krippe schließlich auf ihr Martin-Luther-Haus als Örtlichkeit für kirchliche Veranstaltungen verzichtet. Diese finden jetzt mit im gegenüberliegenden Dorfgemeinschaftshaus statt, sagt Pastorin Johanna Hesse. Durch das großzügige Angebot der Kirche, ihr übers Jahr nur sporadisch genutztes Luther-Haus zur Verfügung zu stellen, wäre der Krippenbau in der jetzigen optimalen Form, sowohl was den Bau selbst als auch die fast 300 Quadratmeter großen Außenanlage her, nicht möglich gewesen, sind sich Ortsrat, Kita-Chefin Hennecke und Bürgermeister einig. „Wir haben mit der Kirche einen Erbbauvertrag über 75 Jahre geschlossen und das Tollste dabei ist, dass die Kirchengemeinde auf einen Erbbauzins verzichtet, solange das Haus als Kindertagesstätte genutzt wird“, betont ein erfreuter Verwaltungschef Uwe Ahrens.

Viel Platz zum Spielen: Der helle Gruppenraum der neuen Krippe ist fast 70 Quadratmeter groß. Die Fensterfronten sind bis auf den Boden gezogen.

Ein dickes Lob haben Ortsrat, Kirchenvorstand und Kindergartenleitung auch für die Gemeindeverwaltung parat. Das Bauamt mit dessen Leiter Hans-Ulrich Wiese habe nicht nur die Planung selbst gemacht und sich richtig in die Überwachung der mit fünf Monaten extrem kurzen Umbauphase hineingekniet. Der gemeindliche Bauhof habe auch die Gestaltung des Außenbereichs einschließlich Aufbau der Spielgeräte übernommen. Einig sind sich alle auch darüber: Ohne die Überstunden und den zupackenden Einsatz von Kita-Chefin Claudia Hennecke wäre der ehrgeizige Umbauzeitplan bis zum Eröffnungstermin am 1. August sicher nicht zu halten gewesen.

Am Samstag, 26. Oktober, soll die Krippe von 14 bis 17 Uhr mit einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Die neue Krippe in Zahlen

Der Krippenumbau hat 315 000 Euro gekostet. Entstanden sind ein Gruppenraum (68 Quadratmeter), ein Schlafraum (25 Quadratmeter), ein Garderobenraum, eine Küche, ein Wickelraum mit Baby-Toiletten und Duschen. Alle Fenster und das Dach sind neu, es gibt Fußbodenheizung, der Bau ist energetisch durchsaniert. Im Obergeschoss sind Sozialräume für die Erzieherinnen und ein weiterer Gruppenraum entstanden

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