Freiwillige Feuerwehr Denkershausen feiert  ihren 50. Geburtstag

Berühmtheiten: Diese Mädchen aus Denkershausen sorgten 1977 für Unruhe im Kreisfeuerwehrverband. Sie waren die ersten weiblichen Mitglieder in einer Jugendwehr.

Denkershausen. Eine Pflichtfeuerwehr gab es in der Northeimer Ortschaft Denkershausen schon seit jeher. Doch als am 8. April 1961 in Wiebrechtshausen die große Düngerscheune niederbrannte, war dies der Anlass, eine Freiwillige Feuerwehr für das Dorf mit Wiebrechtshausen aus der Taufe zuheben.

Der geistige Vater der neu organisierten Wehr war der Bürgermeister der damals selbstständigen Gemeinde Denkershausen, August Otte, heißt es in der zum 50. Geburtstag aufgelegten Festschrift. Otte beauftragte Richard Grosse mit der Mitgliederwerbung, der 56 Männer aus dem Dorf auf die erste Mitgliederliste der Freiwilligen Feuerwehr Denkershausen setzen konnte.

Der Mitgliederwerber selbst war es denn auch, der den ersten Brandmeisterposten der neuen Wehr übernahm. Die Freiwillige Wehr nahm ihren Dienst mit den Geräten der Pflichtfeuerwehr auf, deren Hauptbestandteil noch eine Handdruckspritze war.

Modernere Technik mit einer im Anhänger befindlichen Motorspritze hielt 1964 Einzug in der Denkershäuser Wehr, in selben Jahr gab es auch neue Uniformen, und der erste Ernstfalleinsatz sollte zwei Jahre später bei einem Dachstuhlbrand auf dem Wohnhaus Bleckert folgen.

Eine neue Ära in der Wehrführung wurde 1969 eingeleitet, als Ernst Giesecke Gemeindebrandmeister wurde und dieses Amt später als Ortsbrandmeister bis 1992 behalten sollte. In seine Zeit fiel 1974 auch die Gründung der Jugendfeuerwehr, die drei Jahre später von sich Reden machte, als sich erstmals auf Kreisebene 13 Mädchen aufmachten, in den Feuerwehrdienst aufgenommen zu werden und damit auch Erfolg hatten. Heute bildet die Jugendwehr einen starken Pfeiler für die Nachwuchsgewinnung.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Ortswehr war 1980 die Einweihung des in Eigenarbeit gebauten neuen Gerätehauses gleich neben dem Dorfgemeinschaftshaus.

1986 wurde das 25-jährige Wehrbestehen mit einem dreitägigen Fest auf den Wiesen des Denkershäuser Teiches gefeiert.

Einen technischen Quantensprung in der Ausrüstung gab es 2002, als der 26 Jahre alte Denkershäuser Ford-Transit durch einen VW-LT ersetzt wurde. Dieses von Ortsbrandmeister Peter Küster in Empfang genommene Auto hatte als erstes im Stadtgebiet einen getrennten Aufbau zur Unterbringung der Ausrüstung und galt als Vorbild für den Kauf von weiteren Tragkraftspritzen in der Stadt.

2003 übernahm Günther Brüning als Ortsbrandmeister die Führung, die er bis heute innehat. 2010 folgte die Neuausstattung der Denkershäuser Wehr mit einem hochmodernen Staffellöschfahrzeug.

Heute zählt die Wehr fast 160 Mitglieder, darunter 42 Aktive und neun Jugendfeuerwehrleute. 17 Aktive sind Atemschutzgeräteträger.

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