Northeim: Steuerschulden reißen Loch in Kasse des Kreisfeuerwehrverbands

Bernd Kühle

Northeim. Steuerschulden reißen ein Loch in die Kasse des Kreisfeuerwehrverbandes Northeim (KFV). Wie Kreisbrandmeister Bernd Kühle auf HNA-Anfrage mitteilte, muss der Verband Umsatzsteuern nachzahlen.

Es handele sich um eine Summe im unteren Drittel des fünfstelligen Bereichs. „Das ist das Polster, das wir hatten“, sagte Kühle. Nach seinen Worten geht es um Umsatzsteuern aus den vergangenen zehn Jahren. Diese seien fällig geworden, weil der KFV bei den von ihm angebotenen Reisen selbst als Veranstalter aufgetreten ist.

„Wir haben einen Fehler gemacht: Wir haben den Zug selbst bestellt“, sagte Kühle. Wären die Fahrten von einem Reisebüro organisiert worden, hätte es steuerlich kein Problem gegeben.

Die steuerlich fragwürdige Praxis bei den Reisen ist nach Kühles Worten bei einer Kassenprüfung einem in Steuerfragen versierten Rechnungsprüfer entdeckt worden. Anschließend habe sich der KFV zur Selbstanzeige beim Finanzamt entschlossen. Außerdem habe der KFV Konten aufgelöst, aus denen in der Vergangenheit die Ausbilder bezahlt wurden. Deren Aufwandsentschädigung werde nun wieder direkt vom Landkreis ausgezahlt. Bisher hatte der Landkreis diese Konten gefüttert und die Auszahlung dem KFV überlassen.

„Wir machen jetzt klar Schiff“, betonte Kühle, dass die Vorgänge lückenlos aufgeklärt werden. Bei einer außerordentlichen Delegiertenversammlung des KFV soll das Thema abgeschlossen werden.

Vehement trat der Kreisbrandmeister Darstellungen entgegen, es habe schwarze Kassen beim KFV gegeben. Alles sei offen abgelaufen. Auch habe sich niemand bereichert. Aus Unwissenheit seien Dinge steuerlich nicht einwandfrei gelaufen. (ows)

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