Stolpersteine des Glaubens: Predigtreihe in Ellierode und Hettensen

Präsentieren Stolpersteine des Glaubens: Pastor Daniel Konnerth (links) wird zum Thema „Regionaler Orangensaft – Ist die Schöpfung noch zu retten?“ predigen. Pastorin Franziska Albrecht beleuchtet in ihrem Beitrag die dunkle Seite der Macht. Pastor Dr. Claas Cordemann wird sich mit Vorbildern, Helden und Erlösern beschäftigen. Foto: Mönkemeyer

Ellierode / Hettensen. Die Kirchengemeinde Ellierode-Hettensen lädt wieder zur ihrer Predigtreihe „Stolpersteine des Glaubens" ein, die bereits zum sechsten Mal stattfindet.

• „Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? - Von Vorbildern, Helden und Erlösern“ - so lautet das Thema der Auftaktveranstaltung mit Pastor Dr. Claas Cordemann aus Ellierode, am Sonntag, 11. Januar, ab 18 Uhr in der Ellieröder Kirche. „Der Titel meiner Predigt nimmt als Zitat die Frage von Johannes dem Täufer auf, der wissen will, ob Jesus der von Israel erwartete Messias ist“, sagt Cordemann.

Diese Frage zeuge von einer Sehnsucht nach Erlösung und Erlösergestalten, die auch in der Gegenwart für die meisten Menschen relevant sei. Da die traditionelle Erlösergestalt Jesus dabei in der Gesellschaft aber eine immer kleinere Rolle spiele, suche diese Sehnsucht oftmals vergeblich nach neuen Wegen.

• „Die Wahrheit wird euch frei machen. Wider die Lüge in Staat und Kirche.“ Unter diesem Thema entlarvt der ehemalige Superintendent Heinz Behrends am Sonntag, 18. Januar, ab 18 Uhr in der Ellieröder Kirche viele Aussagen, die in der öffentlichen Meinungsbildung eine Rolle spielen, als Unwahrheiten. Sätze wie „Die Rente ist sicher“, „Deutschland ist ein einwanderungs-freundliches Land“ und „Die Groß-Banker haben es begriffen“ sind aus Sicht von Behrends alles nur Lügen, ebenso wie die Sätze „Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist hergestellt“, „Die Kirche hat kein Geld“ und „Pegida-Leute sind dumm“.

Behrends: „Nicht der Islam ist eine Bedrohung für Deutschland, sondern der Verlust an christlicher Kultur.“

• „Gottes Jähzorn und Grimm - Die dunkle Seite der Macht“ möchte Pastorin Franziska Albrecht aus Uslar am Sonntag, 25. Januar, ab 18 Uhr in der Hettenser Kirche beleuchten. Sie betont, dass die Liebe nur ein Aspekt Gottes sei und dass die Bibel sowohl im Alten als auch im Neuen Testament zahlreiche Geschichten kenne, in denen nicht alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ sei.

„Über die Kehrseite sprechen wir nur ungern“, sagt Albrecht. „Wir überlesen die Geschichten, die von Wut und Zorn, Grimm und Jähzorn Gottes sprechen, weil sie unbequem, befremdlich oder gar unverständlich sind.“ Insofern müsse man sich fragen, wo der Antrieb sei, sich an Gott zu halten, auch wenn man seinen Zorn fürchten muss.

• „Regionaler Orangensaft - ist die Schöpfung noch zu retten?“ - diese Frage stellt Pastor Daniel Konnerth aus Einbeck am Sonntag, 1. Februar, ab 18 Uhr in der Hettenser Kirche in den Mittelpunkt seiner Predigt. „Die Idee für diese Überschrift stammt aus einem Bericht über die Vermarktungsstrategie von Lebensmitteln der Sky-Supermärkte“, sagt Konnerth.

„Die werben zwar mit der umweltschonenden Regionalität ihrer Eigenmarke ‘Unser Norden’, bieten unter diesem Namen aber auch Orangensaft, Kaffee und Schokolade an.“ Dieses Beispiel zeige, das bei der Nahrungsmittelproduktion einzig und allein der wirtschaftliche Gedanke im Mittelpunkt stehe und die Bewahrung der Schöpfung keine Rolle spiele.

Die Evangelische Kirche in Deutschland habe 2009 ihre große Denkschrift Umkehr zum Leben veröffentlicht, und was darin steht sei alles richtig, aber man habe den Eindruck, dass die Kirche nicht mehr zu bieten habe als die Politik. Konnerth: „Dabei haben wir Christen die Verantwortung für die Natur durch die Taufe mit auf den Weg bekommen. Nur wer an Gott glaubt und sich mit ihm und seiner Schöpfung verbunden weiß, der wird gar nicht anders können, als die Welt zu schützen und zu erhalten.

Von Niko Mönkemeyer

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