Storchennachwuchs in Arbeit

Happy-End für Storchendame im Wolbrechtshäuser Nest?

Familienplanung: Dieses Foto zeigt das Wolbrechtshäuser Storchenpaar. Foto: Schulz/nh

Wolbrechtshausen. In Wolbrechtshausen werden voraussichtlich demnächst Jungstörche das Licht der Welt erblicken.

Zu dieser Einschätzung kommt Bernd-Jürgen Schulz aus Sülbeck, nachdem er einige Tage lang das Treiben am Wolbrechtshäuser Horst beobachtet hat.

„Da hat Ortsbürgermeister Werner Thiele offensichtlich den richtigen Riecher gehabt, als er vor einigen Jahren hier ein Storchennest errichten ließ“, sagt der Storchenvater, der sich schon seit mehreren Jahren ehrenamtlich um die im Landkreis Northeim brütenden Stelzvögel kümmert. Damals sei Thiele von vielen belächelt worden, weiß Schulz, doch der Erfolg gebe ihm nun Recht.

Vom Pech verfolgt 

Bereits im vergangenen Jahr hatten sich erstmals Störche das Wolbrechtshäuser Nest als Kinderstube auserkoren, Junge wurden jedoch nicht aufgezogen. Als Schulz in diesem Jahr die Ankömmlinge zum ersten Mal beobachtete, stellte er fest, dass es sich nicht um die Tiere vom Vorjahr handelte.

Die Störchin identifizierte er anhand ihrer Beringung als alte Bekannte, die regelmäßig aus dem Winterquartier in den Landkreis Northeim zurückkehrt. Schulz drückt ihr ganz besonders die Daumen, dass es in diesem Jahr endlich mal mit der Jungenaufzucht klappt, denn bislang sei die Storchendame vom Pech verfolgt gewesen.

Aus dem Ei geschlüpft ist sie im Jahr 2008 in Leimbach (Thüringen). 2010 startete sie in Immensen mit ihrem damaligen Partner ihren ersten erfolglosen Brutversuch. Ein Jahr später scheiterte ihre Familienplanung am schlechten Wetter, das dem Nachwuchs keine Chance ließ. 2012 war dann schließlich ein gutes Jahr für die Störchin, denn drei Jungstörche wurden flügge.

Gatte ging fremd 

Als sie 2013 zum Immenser Horst zurückkehrte, kam sie zu spät, denn ihr Gatte hatte sich schon eine andere Storchendame angelacht. Nach mehreren gescheiterten Versuchen, die neue Störchin zu vertreiben, gab sie schließlich auf und verbrachte den Sommer im Leinepolder, ohne zu brüten.

Im Jahr 2014 startete sie mit einem andern Partner einen weiteren Brutversuch im neuen Lagershäuser Storchennest. Doch auch hier war das Glück nur von kurzer Dauer, denn die beiden wurden vom Langenholtenser Storchenpaar vertrieben, die in ihren neuen Nachbarn offensichtlich Nahrungskonkurrenten gesehen haben. Die Vertriebenen wichen nach Ellensen aus, schafften es aber auch dort aufgrund des Wetters nicht, Nachwuchs aufzuziehen.

Happy-End in Sicht 

Als die Störchin in diesem Jahr nach Ellensen zurückkehrte, fand sie erneut ein besetztes Nest vor. Das Paar, das mehrere Jahre lang auf der Markoldendorfer Kirche gebrütet hatte, konnte dort das Nest nicht nutzen und hatte sich rechtzeitig anderweitig umgeschaut.

Bei der Suche nach einer neuen Bleibe wurde die Störchin dann in Wolbrechtshausen fündig, wo sich schließlich auch ihr Gatte vom Vorjahr einfand, sodass es wahrscheinlich ein Happy-End geben wird.

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