Auch Angehörige der Priorität 2 erhalten bereits Spritzen

Impfzentrum in Northeim: Täglich 550 Impfungen

Eine Frau zieht eine Spritze auf
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(Symbolbild)

Die Corona-Impfung der Personen mit Priorität 2 läuft im Kreis Northeim bereits. Das hat der Pressesprecher der Kreisverwaltung, Dirk Niemeyer, auf Anfrage mitgeteilt. Allerdings sei die Impfung der Personen mit Priorität 1 (hauptsächlich die über 80-Jährigen) noch nicht abgeschlossen.

Northeim – Bei Personen der Priorität 2, die geimpft werden, handelt es sich nach Niemeyers Worten vor allem um Menschen, die aus beruflichen oder medizinischen Gründen dieser Gruppe zugerechnet werden. Zur Priorität 2 gehören neben den über 70-Jährigen auch unter anderem Menschen mit Erkrankungen wie Diabetes mit Komplikationen, schweren Depressionen oder Demenz, aber auch Polizisten und Mitarbeiter von Kindertagesstätten.

Wie viele Angehörige der Priorität 1 im Landkreis noch nicht geimpft sind, vermag die Kreisverwaltung nicht anzugeben. Seit dem Öffnen der Warteliste für Personen der Priorität 2 ließen sich keine Aussagen mehr zu den Personenzahlen der einzelnen Impfprioritäten machen, sagte Niemeyer.

Nach seinen Worten werden im Impfzentrum in Northeim täglich bis zu 550 Menschen geimpft. Die beiden mobilen Impfteams schafften jeweils weitere rund 200 Impfungen die Woche.

Das Impfzentrum sei an seiner derzeitigen Kapazitätsgrenze. Die Zahl der Impfungen ließe sich nur steigern, wenn das Land mehr Personal genehmigen würde. Derzeit arbeiteten 55 Personen, die sich 30 Vollzeitstellen teilen, im Impfzentrum. Sie werden außerdem von 15 Ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt. „Wir hoffen täglich auf Nachricht vom Land, dass wir weiteres hauptamtliches Personal einstellen können, um im ehrenamtlichen Bereich für Entlastung zu sorgen“, so Niemeyer.

Mit welchen Tempo weiter geimpft werden kann, hängt aber nach wie vor von der Menge des vorhandenen Vakzins ab. „Aufgrund der angekündigten Impfstofflieferungen gehen wir davon aus, dass wir die täglichen Impfzahlen erst mal halten können“, sagte der Sprecher.

Eine langfristige Planung sei kaum möglich. Die Mitarbeiter des Impfzentrums planten wochenweise. Zu schnell ändern sich die Rahmenbedingungen – wie jüngst mit der veränderten Empfehlung zum Einsatz des Impfstoffs von Astrazeneca, der nun nicht mehr für Personen unter 60 verwendet werden soll. Impftermine werden weiterhin zentral über das Impfportal Niedersachsen vergeben. (Olaf Weiss)

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