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Andrang an den Zapfsäulen im Landkreis steigt deutlich

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Von: Jacob von Sass von Sass

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Shell-Tankstelle an der Göttinger Straße
Spritpreise sinken: Wie überall im Landkreis Northeim war gestern auch der Andrang an der Shell-Tankstelle an der Göttinger Straße hoch. © Jakob von Sass

Die vergangenen Monate haben bei vielen Autofahrern ein großes Loch im Portemonnaie hinterlassen. Mit der Senkung der Energiesteuer und dem damit einhergehenden Tankrabatt soll sich das in den nächsten drei Monaten allerdings ändern. Doch war der Preisnachlass an den Zapfsäulen gleich am ersten Tag spürbar?

Landkreis Northeim – Bernd Gall, Geschäftsführer der Shell-Tankstelle in Northeim, spürt die Auswirkungen des Rabatts deutlich in seinem Geschäft: „Hier ist heute sehr viel los. Schätzungsweise machen wir doppelt so wie Umsatz wie am Dienstag.“ Im Vergleich zu den Vortagen sei der Preis für Super im Schnitt ungefähr um 30 Cent gefallen. Beim Diesel seien es um die 14 Cent. Dennoch schwanken die Preise je nach Tageszeit, wie bei anderen Tankstellen, weiter, so Gall.

Eine Prognose für die langfristigen Auswirkungen des Rabatts wolle er aber nicht abgeben: „Die Preisgestaltung liegt bei Shell in Hamburg. Damit haben wir hier vor Ort nichts zu tun.“ Seine Kundin Christel Geißler ist wenig überzeugt, dass der Rabatt langfristig Wirkung zeigt: „Heute tanke ich mein Auto bei den Preisen komplett voll. Trotzdem halte ich es für unrealistisch, dass der Tankrabatt die Spritpreise dauerhaft senkt.“

Cathrin Fiebig von der Esso-Tankstelle in Katlenburg hofft dagegen, dass die Preise wenigstens in den nächsten drei Monaten, in denen der Rabatt gilt, stabil bleiben. „Natürlich wünschen wir uns, dass auch im September die Preise niedrig bleiben und wir dann nicht wieder an dem gleichen Punkt stehen wie in den vergangenen Monaten“, sagt Fiebig.

Zwar betont auch Fiebig, dass sich die Spritpreise jede Minute ändern können, dennoch sei man heute bei allen Sorten konstant unter zwei Euro geblieben. Im Vergleich zum Dienstag sei das ein großer Unterschied: „Da hat ein Liter Super zwischenzeitlich 2,25 Euro gekostet.“ Am meisten freue sie sich aber über die zufriedenen Kunden, die jetzt sogar wieder mit einem Lächeln ins Geschäft kommen. Einige hätten mit dem Tanken sogar extra bis Mittwoch gewartet. (Jakob von Sass)

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