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Technische Hilfe von Spezialisten vor Ort

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Von: Axel Gödecke

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Gemeinsam mit anderen Freiwilligen sorgen sie für Sicherheit: Führung und Helfervertreter des Northeimer THW (von links) Florian Hinrichs (Vize-Ortsbeauftragter), Andreas Dümecke (Schirrmeister Fahrzeuge),Marcel Böker (Zugführer), Mira Bertram (Gruppenführerin Räumen), Volker Bock (Schirrmeister Gerät), Christoph Knoch (Helfersprecher), Timo Küster (Gruppenführer Bergung) und Michael Koffre (Truppführer ESS).
Gemeinsam mit anderen Freiwilligen sorgen sie für Sicherheit: Führung und Helfervertreter des Northeimer THW (von links) Florian Hinrichs (Vize-Ortsbeauftragter), Andreas Dümecke (Schirrmeister Fahrzeuge),Marcel Böker (Zugführer), Mira Bertram (Gruppenführerin Räumen), Volker Bock (Schirrmeister Gerät), Christoph Knoch (Helfersprecher), Timo Küster (Gruppenführer Bergung) und Michael Koffre (Truppführer ESS). © Michael Aue/THW/nh

Krieg in der Ukraine, Pandemie, Extremwetter, Energiekrise, Flüchtlingswellen, Angriffe auf kritische Infrastruktur. Angesichts solcher Herausforderungen ist es gut zu wissen, dass es einen gut ausgestatteten und ausgebildeten Katastrophenschutz vor Ort gibt.

Northeim – Neben Feuerwehren und Rettungsdiensten bereiten sich in Northeim auch rund 50 aktive Helferinnen und Helfer der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) auf alle möglichen Gefahrenlagen vor. Michael Aue, neuer Pressesprecher des THW-Ortsverbands Northeim berichtet vom Northeimer THW:

Oliver-Björn Dell THW-Ortsbeauftragter
Oliver-Björn Dell THW-Ortsbeauftragter © THW Northeim

Unter Leitung seines Stellvertreters, Florian Hinrichs, und des Zugführers Marcel Böker trainieren junge wie ältere Freiwillige aus allen Berufsgruppen für ihre vielfältigen Aufgaben in dem in Northeim ansässigen Technischen Zug. Seine Aufgaben umfassen ein breites Spektrum: Von der Rettung Verschütteter, über Gebäudesicherung, der Bergung von Menschen und Sachgütern, die Räumung von Trümmern, die Sicherung und Ausleuchtung von Einsatzstellen, bis hin zum Bau behelfsmäßiger Brücken, um nur einige zu nennen.

„Unser Technischer Zug gliedert sich in den Zugtrupp, eine Bergungsgruppe unter Leitung von Gruppenführer Timo Küster, die Fachgruppe Notinstandsetzung/Notversorgung unter Jonas Horenburg, die Fachgruppe Räumen mit Mira Bertram als Gruppenführerin und den Fachtrupp Einsatzstellensicherung (ESS). Darüber hinaus gibt es Teams mit Sonderfunktionen zum Beispiel für Wassergefahren, Deichverteidigung, Hochwasserschutz, Schneelastmessung, Wald- und Vegetationsbrände“, erläutert Zugführer Marcel Böker.

„Viele von ihnen sind gefragte Spezialisten, die auch über die Grenzen Northeims hinaus im Einsatz sind“, ergänzt Oliver - Björn Dell. Hierzu gehört beispielsweise der mit der Kreisfeuerwehr gemeinsam geführte Baufachberater-Trupp von Olaf Freiherr Grote (THW), Lars Fahlbusch (Feuerwehr Langenholtensen) und Bernd Wiekenberg (Feuerwehr Katlenburg), der einsturzgefährdete Bauwerke hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit analysieren und mögliche Verletzte ortet.

„Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und anderen Rettungsdiensten liegt uns sehr am Herzen“, hebt Dell hervor. So könnten bei gemeinsamen Einsätzen THW-spezifische Ressourcen die Möglichkeiten anderer Rettungsteams vor Ort ergänzen und deren Sicherheit erhöhen.

Der Trupp Einsatzstellensicherung (ESS) kann zum Beispiel mit einem Hightech-Messgerät einsturzgefährdete Gebäude oder abstürzende Objekte ebenso wie Deiche, Hochwasserschutzwände und Hanglagen aus großer Entfernung auf minimalste Veränderungen überwachen und die Einsatzkräfte rechtzeitig warnen.

Bei Waldbränden können geländegängige Mehrzweckfahrzeuge in mobilen Tanks bis zu 14 000 Liter Wasser durch unwegsames Gelände befördern. Mobile Paletten mit Rüstholz kommen bei Tiefbaurettungsmaßnahmen zum Einsatz. Ein Modul mit Einsatzgerüsten, Fahrbahnplatten und Behelfsstegen liegt für Rettungsmaßnahmen und Desinfektionsschleusen bereit.

Der Fahrzeugpark des Northeimer Ortsverbands umfasst sieben moderne Einsatzfahrzeuge, diverse Anhänger und Boote sowie seinen vielseitig einsetzbaren Teleskoplader.

Die Grundausbildung sowie ein großer Teil der Weiterbildung der erwachsenen Helfer erfolgen während der Dienstzeiten – in der Regel freitags ab 19 Uhr – in der Unterkunft am Bergbad 4. Kosten entstehen keine für die Mitglieder, und eine Altersbeschränkung gibt es nicht.

„Wir freuen uns über jeden Neuzugang – Frau oder Mann, jung oder älter“, betonen Oliver-Björn Dell und Marcel Böker. Wichtig sei die Freude am Helfen, an Technik und Teamarbeit. Über einen Koch/eine Köchin und eine(n) Beauftragte(n) für die Verwaltung würden sie sich aktuell ebenso freuen wie über Bewerber für aktiven Dienst.

Auch der „Nachwuchs“ bleibt im Blick. So treffen sich parallel zu den „Großen“ rund 16 Kinder und Jugendliche mit ihren Betreuerinnen Carolin Zimara, Silke Koffre und unter Mitwirkung von Oliver-Björn Dell und Michael Koffre montags ab 17.30 Uhr zum Dienst, um die Grundlagen der Menschenrettung spielerisch zu erlernen und dabei Spaß zu haben.  

Kontakt: Wer sich für das THW interessiert, kann sich freitags ab 19 Uhr telefonisch unter 05551/91 03 00 melden oder sich vor Ort in der THW-Unterkunft am Bergbad 4 ein Bild machen. (goe)

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