82 Anzeigen und über 3000 Euro Bußgeld in 2016

25 Tonnen Müll durch wilde Ablagerungen im Kreis Northeim

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Wilde Müllkippe: Auch an vielen Northeimer Straßen wird Abfall illegal entsorgt.

Northeim. Wilder Müll ist ein Problem im Kreis Northeim. Dieser schadet nicht nur der Umwelt, sondern verursacht erhebliche Kosten für Städte und Gemeinden.

Wer kennt sie nicht, die wilden Müllablagerungen an den Straßen- und Wegesrändern oder mitten im Wald oder auf Wiesen im Landkreis Northeim. Fast alle schütteln den Kopf über diese unsinnige und vor allem illegale Entsorgung. Und dennoch passiert es fast täglich aufs Neue.

Für wilde Müllablagerungen innerhalb der Stadt- oder Ortsgrenzen sind die Kommunen verantwortlich, werden solche Müllhalden außerhalb gefunden, fällt das in die Zuständigkeit des Landkreises. Alle haben damit eine Menge Arbeit und Kosten.

Die Nachfrage bei der Kreisverwaltung ergab, dass 2016 insgesamt 25 Tonnen illegal entsorgter gemischter Hausmüll und Abfall eingesammelt wurden. „Hinzu kommen 555 Auto- und Lastwagenreifen“, beschreibt Pressesprecher Dirk Niemeyer den Arbeitsaufwand. In einem Fall habe jemand einen halben Kubikmeter Asbest-Abfall in die Natur gekippt. Für die Entsorgung sind dem Landkreis Northeim Kosten von 8500 Euro entstanden, die von der Allgemeinheit bezahlt werden müssen, fügt Niemeyer hinzu.

2016 wurden dem Fachdienst Abfall und Bodenschutz des Landkreises 82 Fälle dieser Art angezeigt, die von der Polizei oder den Bürgern festgestellt und gemeldet wurden. Mit Hilfe der Polizei beziehungsweise des beauftragten Entsorgers wurden in 15 Fällen die Verursacher ermittelt.

Die illegale Müllentsorgung kann nach Mitteilung des Landkreises mit empfindlichen Bußgeld bis zu 100. 000 Euro geahndet werden. Bei umweltgefährdenden, gefährlichen Abfällen kann sogar ein Strafverfahren drohen. Bei den ermittelten illegalen Entsorgern wurde Bußgeld von 3002 Euro verhängt.

Örtliche Auffälligkeiten, Besonderheiten oder lokale Häufungen habe es nicht gegeben. Bei den Abfällen seien oft Flüssigkeiten wie Öl in unverschlossenen Behältern dazugestellt worden.

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