Bankenaufsicht fordert von allen Banken Herkunftsnachweis wegen Geldwäsche

Kreis-Sparkasse Northeim: Über 10 000 Euro einzahlen ab sofort nur mit Beleg

Das Foto zwweigt einen Fächer mit 500-Euro-Scheinen
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Bargeld. (Symbolbild)

Um Geldwäsche international einzudämmen, gilt ab dieser Woche in Deutschland eine neue Regel für Bargeldeinzahlungen bei Banken. Darauf weist jetzt die Kreis-Sparkasse Northeim (KSN) hin.

Diese Vorgabe gelte für alle Banken und Sparkassen in Deutschland und somit auch für die KSN bindend, heißt es vom KSN-Pressesprecher weiter. Für alle Einzahlungen über 10 000 Euro auf ein eigenes Konto müsse ein Beleg über die Herkunft des Geldes vorgelegt oder zumindest unverzüglich nachgereicht werden.

Dies gelte auch bei Einzahlungen in mehreren Teilbeträgen, wenn die Summe von 10 000 Euro addiert überschritten werde. Gewerbliche Kunden, die regelmäßig höhere Beträge einzahlen, seien von der Nachweispflicht ausgenommen.

Auch bei anderen Bartransaktionen wie zum Beispiel Edelmetallankauf oder Geldumtausch, die nicht bei der Hausbank vorgenommen werden, sei ein Herkunftsnachweis nötig, dann schon ab einem Betrag von 2500 Euro, so Bollerhei. Andernfalls müsse das Institut das Geschäft ablehnen.

Was gilt als glaubhafter Beleg?

Belege können nach Auskunft der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) insbesondere sein:

-  Ein aktueller Kontoauszug vom Konto des Kunden bei einer anderen Bank oder Sparkasse, aus dem die Barauszahlung hervorgeht,

-  Barauszahlungs-Quittungen einer anderen Bank oder Sparkasse,

-  ein Sparbuch des Kunden, aus dem die Barauszahlung hervorgeht, .  Verkaufs- und Rechnungsbelege (zum Beispiel zu einem Auto- oder Edelmetallverkauf),

.  Quittungen über Sortengeschäfte,

-  Testamente, Erbscheine und

-  Schenkungsverträge oder Schenkungsanzeigen.

Fehlen Nachweise über die Herkunft des Bargelds, können Kreditinstitute die Bartransaktion ablehnen, so Bollerhei. Und nicht nur das: Nach dem Geldwäschegesetz müssten sie verdächtige Einzahlungswünsche auch melden.  (Axel Gödecke)

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