DVB-T2 vor dem Start in Niedersachsen

Was Sie über das neue digitale Fernsehen wissen sollten

Änderung im digitalen Antennenfernsehen: Ab dem 29. März sind alte DVB-T-Empfänger nutzlos. Dann geht das neue, digitale Antennenfernsehen DVB-T2 in den Regelbetrieb. Unser Foto zeigt ein Modul für moderne Flachbildfernseher. Foto: dpa

Fernsehzuschauer bekommen seit Wochen immer wieder den Hinweis, dass es ab 29. März schwarz in der Flimmerkiste werden könnte.

Dann kommt in Niedersachsen der neue Antennenfernseh-Standard DVB-T2. In Nordhessen ist es erst im November soweit. Wer genau davon betroffen ist und was das ist, erklären wir.

Wer muss sich jetzt um sein Fernsehprogramm Gedanken machen?

Betroffen von der Umstellung auf DVB-T2 sind Personen, die mit einer kleinen Antenne Fernsehen schauen, die zum Teil auch in modernen Fernsehern eingebaut ist. Das ist seit Jahren, seitdem das klassische Antennenfernsehen endgültig abgeschaltet ist, auch bei uns möglich. Bundesweit sind das rund 3,4 Millionen Haushalte. Kunden von Kabel Deutschland oder Nutzer von Satellitenschüsseln sind von dieser Umstellung nicht betroffen.

Warum wird das digitale Antennenfernsehen umgestellt?

Das hat zwei Gründe. Zum einen soll das neue DVB-T2-Netz deutlich stabiler funktionieren und eine bessere Bildqualität ermöglichen. Programme werden dann nur noch in HD-Auflösung und nicht mehr in geringerer SD-Auflösung ausgestrahlt. Zum anderen werden bisherige Frequenzen des digitalen Antennenfernsehens benötigt, um das schnelle, mobile Internet LTE auch in ländlichen Regionen weiter verbreiten zu können.

Welche Vorteile hat das für mich als Kunden?

Mit dem neuen DVB-T2-Standard können sämtliche Fernsehprogramme auch mobil in hoher Auflösung empfangen werden. So kann unterwegs mit dem Laptop Fernsehen geschaut werden. Das war bisher nur bedingt möglich.

Benötige ich neue Technik zum Empfangen?

Unbedingt. Die bisherigen DVB-T-Empfänger sind ab dem 29. März, wenn der alte Standard abgeschaltet wird, nutzlos. Eine Lösung sind moderne Fernseher, die bereits die entsprechenden Empfänger integriert haben oder, deutlich günstiger, Set-Top-Boxen, die ab etwa 40 Euro im Handel erhältlich sind. Für mobile Geräte gibt es DVB-T2-Sticks.

Welche Programme kann ich künftig empfangen?

Frei empfangbar sind 17 öffentlich-rechtliche Programme, darunter ARD und ZDF, aber auch Lokalprogramme wie NDR und HR oder die Digitalsender ZDF neo und Tagesschau 24. Wer mehr will, braucht einen Vertrag mit freenet TV. Für 69 Euro im Jahr gibt es dann die volle Palette der Privatsender wie RTL, ProSieben, Vox & Co. in hoher Auflösung. Der Empfang von DVB-T2 ist fast im gesamten Kreis möglich. Eine Übersichtskarte gibt es im Internet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.