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Bund fördert den Klinik-Neustart

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Von: Olaf Weiss

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Das Krankenhaus in Bad Gandersheim.
Das Krankenhaus in Bad Gandersheim. © Olaf Weiss

Die geplante Einrichtung eines stationären Bereichs für die Basisversorgung in Bad Gandersheim hat die nächste Hürde genommen.

Bad Gandersheim / Hannover – Wie die AOK Niedersachsen mitgeteilt hat, fördert der Bund das Modellprojekt „Statamed“ für die „kurzstationäre, allgemeinmedizinische Versorgung“ mit zwölf Millionen Euro.

Neben Bad Gandersheim, wo sich Helios als Klinikbetreiber zu Ende September 2023 zurückzieht, sollen in Niedersachsen die Klinikstandorte in Norden (Landkreis Aurich), Sulingen (Landkreis Diepholz) sowie drei weitere in Nordrhein-Westfalen und Hamburg in das Modellprojekt einbezogen werden. Statamed ist ein Modellprojekt der AOK Niedersachsen und der AOK Rheinland/Hamburg. Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) will im Krankenhaus in Bad Gandersheim einen stationären Bereich betreiben. Auch eine ambulante medizinische Versorgung soll es dort geben (HNA berichtete).

Jürgen Peter
AOK-Vorstandsvorsitzender Jürgen Peter © AOK Niedersachsen

Voraussetzung für das Engagement der UMG war, dass der Bund das Modellprojekt mit Geld aus seinem Innovationsfond fördert. Die Förderzusage liegt laut AOK nun vor. „Wir wollen die Versorgung umstrukturieren, um gerade älteren Patienten auch zukünftig eine wohnortnahe und bedarfsgerechte Versorgung zu ermöglichen“, erklärte Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen. Außerhalb der klassischen Krankenhausbehandlung gibt es laut AOK in Deutschland bisher keine ärztliche und pflegerische „Rund-um-die-Uhr-Versorgung“ für wenige Tage. Aber gerade bei älteren Patienten mit zum Beispiel akuten Infekten oder chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Herzschwäche bestehe zunehmend Bedarf, sie für kurze Zeit wohnortnah und mit enger Anbindung an ihr häusliches Umfeld und den Hausarzt stationär behandeln zu können.

Darum soll mit dem Statamed--Projekt ein Versorgungsnetz aus Arztpraxen, Rettungsdienst, Pflegeeinrichtungen, Klinikärzten und Pflegefachkräften entstehen. Der Patient werde dabei durchgängig von einem Gesundheitslotsen unterstützt und die Pflegefachkraft aus der Klinik kommt nach der Entlassung auch als „Flying Nurse“ (zu Deutsch: „Fliegende Krankenschwester) nach Hause. (Olaf Weiss)

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