Unternehmen investiert eine Million Euro in Neubau

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Sie freuen sich auf die bevorstehende Einweihung des Neubaus: Colorlite-Chef Dr. David Pryor, Ursel Pryor und Sohn Christian Pryor mit einem Messgerät. Der Junior, der im Unternehmen arbeitet, möchte gern in die Fußstapfen seines Vaters treten.

Elvershausen. Elvershausen ist nur ein kleines und beschauliches Dorf. Doch in dessen Mitte ist ein Unternehmen ansässig, von denen es weltweit nur etwa zehn gibt. Die Colorlite GmbH hat sich auf die Messung von Farben spezialisiert und befindet sich mit seinen hochwertigen elektronischen Geräten seit Jahren auf Expansionskurs.

Dr. David Pryor, Ingenieur für Elektrotechnik, der an mehreren Forschungsprojekten beteiligt war, hat das Unternehmen 2003 gegründet, zunächst in einem Privathaus in Elvershausen. Das wurde schnell zu klein, deshalb zog Colorlite in das Haus Am Zimmerplatz 2, in dem aktuell 15 Mitarbeiter mit der Entwicklung und Produktion der Farbmessgeräte beschäftigt sind.

Weil auch in diesem Haus die Kapazitätsgrenzen schnell erreicht wurden, legten Dr. David Pryor und seine Frau Ursula im April vergangenen Jahres den Grundstein für einen großzügigen Neubau auf dem 3500 Quadratmeter großen Grundstück Am Mühlengraben 1. Der ist fast fertig und mit modernster Technik für das Heizungs- und Lüftungssystem, Erdwärme und LED-Beleuchtung gespickt – alles computergesteuert.

„An unserem neuen Standort haben wir mehrere Möglichkeiten für Expansionen.“

„Wir haben in wenigen Tagen fast 600 Quadratmeter zur Verfügung“, freut sich Pryor auf den eine Million Euro teuren Neubau. Das Gebäude, dem ein Bauernhof weichen musste, ist für ein weiteres Wachstum mit bis zu 30 Mitarbeiter ausgelegt, erläutert der 53-jährige Firmenchef. Und auch dann muss noch nicht Schluss sein. „Dort, wo jetzt noch eine Reithalle steht, haben wir noch mehr Platz“, sagt der gebürtige Engländer.

Die Farbmessung ist laut Pryor, dessen Frau die kaufmännische Leitung des Unternehmens mit einem jährlichen Umsatz von einer Million Euro hat, etwa 100 Jahre alt und geht ursprünglich auf die Farbe des Biers zurück. „Heute bedient sich fast jedes größere Unternehmen dieser Technik, damit die Farben der Produkte auf Jahre hinaus immer identisch sind. Da wird nichts dem Zufall überlassen!“

Gemessen wird nahezu alles unterhalb der sichtbaren Grenze, sagt der Elvershäuser, der bekannte Unternehmen wie VW, Mercedes, Audi oder Conti zu seinen Kunden zählt. Eine der jüngsten Entwicklung ist ein Farbmessgerät für Tachofolien.

Die Messtechnik, die Colorlite weltweit vertreibt, ist bei nahezu allen Geräten vergleichbar. „Die Unterschiede liegen in den Messköpfen“, sagt Pryor. Alle Details wie Software und Mechanik wurden und werden in Elvershausen entwickelt und gebaut.

Die Anwendungsmöglichkeiten der Geräte, die ab 6000 Euro zu haben sind, sind nahezu unbegrenzt, reichen von sämtlichen Kunststoffoberflächen, Granulaten, Pulvern und Flüssigkeiten über die Farbe von Gummibärchen bis hin zu modernster Beleuchtungstechnik.

Auch die Wartung der Geräte passiert in Elvershausen. „Da unser Unternehmen klein ist, können wir sehr schnell und flexibel reagieren, meist innerhalb von drei Tagen“, erläutert Ursula Pryor.

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