Autobahn war von Freitagabend bis Sonntagmittag voll gesperrt

Verkehr in der Baustelle der A7 ist neu verteilt

Am nördlichen Ende des Ausbaubereichs der A 7 ist am Wochenende eine Schilderbrücke errichtet worden.
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Am nördlichen Ende des Ausbaubereichs der A 7 ist am Wochenende eine Schilderbrücke errichtet worden.

An diesem Wochenende war es mal wieder so weit: Die Autobahn 7 war in Südniedersachsen wegen Bauarbeiten voll gesperrt, diesmal in einem 20 Kilometer langen Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Northeim-Nord und Seesen.

Seesen / Northeim – Ab Freitagabend mussten Verkehrsteilnehmer über die ausgeschilderten Umleitungsstrecken ausweichen und dementsprechend mehr Fahrzeit einplanen. Nach Auskunft der Polizei ist die Autobahnsperrung am Wochenende ohne größere Staus verlaufen.

Seit mehr als viereinhalb Jahren kommt es immer wieder zu solchen Sperrungen. Grund: Seit dem Frühsommer 2017 wird die A 7 zwischen Nörten-Hardenberg und Seesen von vier auf sechs Spuren verbreitert. Bei nahezu jeder Sperrung muss sich Verkehrskoordinator Kai Grummer Beschwerden von Verkehrsteilnehmern und Anwohnern der Umleitungsstrecken anhören. „Manche Arbeiten sind aber nur möglich, wenn kein Verkehr auf der Autobahn fließt“, erläutert er. An diesem Wochenende hatte die Sperrung vor allem zwei Gründe. Zum einen wurde die Verkehrsführung auf einem 5,5 Kilometer langen Abschnitt südlich von Seesen umgelegt.

Zum Glück waren die Wetterbedingungen günstig: „Um die gelben Markierungen anbringen zu können, muss die Fahrbahn trocken sein“, erläutert Grummer.

In der Nacht zum Sonntag war es trocken, sodass die Arbeiter die so genannte 2+2-Verkehrsführung einrichten konnten. Bis Freitagabend hatte es in dem Abschnitt einen sogenannten 4+0-Verkehr gegeben, das heißt, der gesamte Verkehr – auch der in Richtung Kassel – lief über die Richtungsfahrbahn Hannover.

Nun fährt man in Richtung Norden weiterhin auf der östlichen Autobahnseite, die zwei Fahrspuren in Richtung Kassel wurden dagegen von der östlichen auf die westliche Autobahnseite verlegt. „Die Spuren sind jetzt breiter, was das Fahren angenehmer macht“, erklärt Grummer. In den kommenden Monaten soll nun der Mittelstreifen zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen ausgebaut werden. Das soll bis zum nächsten Frühjahr dauern.

Außerdem wurde an der Anschlussstelle Seesen eine Schilderbrücke aufgestellt. Am Samstag wurden die fertigen Elemente dann auf drei Tiefladern über die gesperrte Autobahn zur Baustelle transportiert. Anschließend machten sich sieben Monteure und zwei Kranführer daran, die tonnenschwere Stahlkonstruktion aufzubauen und danach das Verkehrsschild daran zu befestigen.

Kurz vor dem Einbruch der Dunkelheit war es geschafft: Das großformatige Schild mit den Hinweisen auf die Ausfahrt Seesen und die weitere Fahrtrichtung nach Hannover und Hamburg überspannt nun die Autobahn. Am Sonntag fanden dann noch einige Restarbeiten und die sogenannte H1-Prüfung statt. So heißt die in einer detaillierten DIN-Norm geregelte Hauptprüfung, die bei solchen Bauwerken immer vorgeschrieben sind.

Auch bei einem weiteren Bauwerk bei Echte waren die Prüfer im Einsatz. Hier hatte es vor einiger Zeit eine Panne gegeben: Aufgrund eines Planungsfehlers beim Spannbeton musste der Überbau der Autobahnbrücke über die Bundesstraße 445 abgerissen und neu gebaut werden.

Messungen hätten ergeben, dass die Tragfähigkeit und Festigkeit des Brückenfundaments nicht ausreichten, um dem Druck standzuhalten, der auf einer solchen Spannbetonbrücke wirkt. Durch die extreme Schiefstellung des Brückenbauwerks wirkten viel stärkere Lasten auf den Spannbeton, erklärte dazu der Sprecher des Konsortiums Via Niedersachsen, Steffen Schütz. Bei der Prüfung gab es keine größeren Beanstandungen, sodass die Brücke am Sonntag für den Verkehr freigegeben wurde. (Heidi Niemann)

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