Virus im Landkreis Northeim: 80 Lämmer kamen tot zur Welt

Northeim. In Ställen im Landkreis Northeim wurden in den vergangenen Tagen über 80 tote Lämmer geboren. Sie sind Opfer der so genannten Schmallenberg-Krankheit, einer für Menschen ungefährlichen Virus-Infektion.

Lesen Sie auch Fragen und Antworten zum Thema:

Mücken übertragen das Virus

Die neue Tierseuche ist damit im Landkreis Northeim ausgebrochen. Betroffen sind nach Angaben von Kreisveterinär Dr. Siegfried Orban derzeit 15 Ställe mit Schafen und Ziegen, bei drei Betrieben wurde das Virus inzwischen bei einer Untersuchung im Labor nachgewiesen. Die Betriebe verteilen sich über den gesamten Landkreis Northeim.

Besonders stark betroffen ist ein Schafzuchtbetrieb bei Uslar. Dort kamen allein 30 tote Lämmer zur Welt, wie Dr. Orban berichtet. Die übrigen betroffenen Tierzüchter sind im Raum Northeim, im Raum Dassel sowie im Raum Bad Gandersheim zu finden. In einem Ziegenbetrieb gab es drei tote Ziegenlämmer. 50 kranke Tiere Neben den toten Schaflämmern gibt es noch 50 erkrankte Lämmer im Landkreis Northeim, die Behinderungen an den Beinen haben.

„Wir hatten in der vergangenen Woche die ersten Verdachtsfälle und haben sofort einige verendete Lämmer an ein Institut nach Hannover geschickt, um sie dort untersuchen zu lassen.“ Erst am Montag lagen in den Abendstunden die ersten Ergebnisse der Untersuchung vor. Kreisveterinär Dr. Siegfried Orban rechnet in den nächsten Tagen und Wochen mit vielen weiteren Fällen im Landkreis Northeim.

„Viele Schaf- und Ziegenhalter haben sich beim Kreisveterinäramt gemeldet und lassen sich bei uns informieren“, sagt Dr. Orban. Er rät, bei Verdachtsfällen sofort bei der Northeimer Kreisverwaltung anzurufen. „Eine Meldepflicht des Bundes für diese Krankheit steht unmittelbar bevor.“

Von Bernd Schlegel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.