Weihnachtsmänner, Engel, Lichter und Co.

Weihnachtshaus in Angerstein: Verrückt nach „Weihnachts-Wohnmüll“

Sehr stolz: Die Weihnachtslandschaft von Regina und Horst Walbrecht – hier mit Enkelin Sarah – ist das Hobby des Ehepaars. Die wird jedes Jahr neu und anders gestaltet.

Angerstein. Zum Fest verwandeln Regina und Horst Walbrecht ihr Haus in Angerstein in einen besonderen Anlaufpunkt.

Das Wort verrückt passt zu den beiden ausgezeichnet. Horst und Regina Walbrecht haben noch nicht einmal etwas dagegen, wenn sie so bezeichnet werden, denn ihre Verrücktheit ist für die beiden Angersteiner etwas Positives. „Ja, wir sind verrückt nach Weihnachten“, räumen sie dann auch offen und gern ein.

Das ist in keiner Phase übertrieben, denn jetzt, so kurz vor dem Fest, ist ihr ganzes Haus auf Weihnachten abgestimmt. Kein Wunder also, dass die Angersteiner das Anwesen der beiden an der Kirchstraße 28 gern als Weihnachtshaus bezeichnen. Das ist in diesen Tagen ein beliebter Anlaufpunkt.

Lämpchen gehen an 

Wenn draußen die Dämmerung einsetzt, gehen bei den Walbrechts die Lämpchen an. Zwischen ihrer gemütlichen Sitzbank und zwei Fenstern erwacht dann eine ganze Landschaft zum Leben. Da leuchten Häuser und als neustes eine große Pyramide. Auf der drehen drei Eisenbahnen ihre Runden und auf der Spitze rotiert der Weihnachtsmann im von Rentieren gezogenen Schlitten.

Mann angesteckt 

„Dieses Teil haben wir uns neu gegönnt und dafür tief ins Portemonnaie gegriffen“, freuen sich beide, die jährlich mehr als 200 Euro in ihre Leidenschaft stecken. Das gemeinsame Hobby mit dem „Weihnachts-Wohnmüll“ hat Regina Walbrecht einst begonnen und ihren Mann damit angesteckt. Längst können beide nicht mehr ohne. Drei bis vier Tage benötigen sie, bis in der Wohnung alles festlich geschmückt und die jedes Jahr anders aussehende Landschaft am Fenster eingerichtet ist. „Wir können längst nicht alles aufstellen, was wir haben, dazu reicht der Platz nicht.“ Wünsche nach neuen Dingen gibt es aber dennoch: „Ich hätte gern ein Riesenrad oder ein Kettenkarussell oder besser beides“, äußert die 59-Jährige ihre Vorstellungen.

In der ganzen Wohnung ist kaum ein freier Platz. Überall sind Engel zu finden, viele davon aus ihrer Heimat, dem Schwarzwald. Die stehen das ganze Jahr über. Den Wintergarten schmückt ein in Weiß und Gold gehaltener Weihnachtsbaum.

„Der ist schon lange fertig, weil wir am 19. Dezember Gastgeber des begehbaren Adventskalenders waren“, berichtet der 71-jährige Horst Walbrecht. Für die 80 Gäste dieses Tages hatten die Eheleuten 500 Kräppel gebacken.

Weihnachtshaus in Angerstein

Schaulustige

Nicht nur an diesem Tag war bei den Walbrechts viel los. Täglich kommen Schaulustige vorbei, um sich das Weihnachtshaus anzusehen. „Niemand muss bei uns vor der Pforte stehen bleiben, Besucher dürfen gern aufs Grundstück kommen“, lautet die Einladung. Die gilt bis mindestens zum Tag der Heiligen drei Könige, dem 6. Januar. Dann räumen die Angersteiner ihre Weihnachtsdeko wieder ab - bis zur nächsten Adventszeit.

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