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Versorger senken Strompreis

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Von: Axel Gödecke

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Die Versorger im Kreis Northeim senken zum 1. Juli ihre Strompreise. Sie kommen damit einer gesetzlichen Pflicht nach, da der Bundestag zum 1. Juli dieses Jahres den Wegfall der EEG-Umlage zur Förderung Erneuerbaren Energien beschlossen hatte.

Nur so gibt es wirklich Sicherheit: Der beste Überspannungsschutz bei Gewitter ist, elektrische Verbraucher wie Fernseher und Co. vom Stromnetz zu trennen.
Der Strompreis sinkt wegen des Wegfalls der EEG-Umlage ab dem 1. Juli. (Symbolbild) © Sina Schuldt/dpa

Northeim – Die Absenkung erfolge automatisch, teilten jetzt als erstes regionales Versorgungsunternehmen die Stadtwerke Northeim (SWN) mit. Dadurch reduzierten sich die Arbeitspreise für Strom sowohl in der Grundversorgung als auch für die Produktfamilie „NOM-Strom“ für jede Kilowattstunde Strom um 3,72 Cent netto oder 4,43 Cent inklusive Mehrwertsteuer.

Bei einem Vier-Personenhaushalt mit 3500 Kilowattstunden (kWh) Jahresverbrauch könne der Wegfall der EEG-Umlage die Stromkosten für das zweite Halbjahr 2022 um 75 Euro senken, erklärt SWN-Sprecher Lars von Minden. Die Ersparnis werde in der nächsten Abrechnung sichtbar.

Anders als bei Preisänderungen üblich, würden die Stadtwerke wegen der gesetzlichen Sonderregelung nicht mit einem Kundenanschreiben über den Wegfall der Umlage informieren. „Der Kunde wird anhand der nächsten Rechnung nachvollziehen können, wie sich das auswirkt“, so von Minden. Auch die laufenden Abschlagszahlungen würden nicht automatisch, sondern nur auf Wunsch gesenkt.

Ähnlich verfahren die anderen Stromversorger im Landkreis, wie die Geschäftsführer Martin Adolph von den Stadtwerken Uslar für Uslar und Bernd von Cranen von den Stadtwerken Leine-Solling für den Raum Moringen und Einbeck bestätigen. Auch hier blieben die geltenden Abschlagszahlungen gleich. Adolph ergänzt zudem, dass die Strompreise zumindest bis Jahresende konstant bleiben werden.

Auch die EAM werde den Wegfall der EEG-Umlage ab 1. Juli „natürlich 1 zu 1 weitergeben“, betont Pressesprecher Steffen Schulze in der Kasseler EAM-Zentrale. Ein Kundenanschreiben werde es auch hier nicht geben, da es sich nicht um eine selbst vorgenommene Strompreisänderung, sondern um eine Abgabensenkung handele, die wie eine Steuer zu werten sei.

Auch die EAM beziffert die Ersparnis durch den Wegfall der EEG-Umlage bei einem Musterhaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3500 kWh auf 150 Euro jährlich. In diesem Jahr könnten die Kunden also mit einer Halbjahresersparnis von 75 Euro kalkulieren. (Axel Gödecke)

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