Einbeck ist Spitze bei ungültigen Stimmen

Verwirrung in der Wahlkabine

Einbeck. Im Wahlkreis Einbeck hat es bei der Landtagswahl doppelt soviele ungültige Stimmen gegeben wie im Landesdurchschnitt. Das wurde jetzt bei der Präsentation des amtlichen Endergebnisses in Hannover bekannt. Im Wahlkreis 19 (Einbeck) waren 2,7 Prozent aller Erststimmen und 3,3 Prozent aller Zweitstimmen ungültig. Der Landesschnitt liegt mit 1,4 Prozent (Erststimmen) und 1,3 Prozent (Zweitstimmen) deutlich darunter.

Grund für diese ungewöhnliche Häufung waren offenbar die verschiedenen Wahlen, die durch die Fusion von Einbeck und Kreiensen nötig wurden, sagt Bettina Meyer, die stellvertretende Landeswahlleiterin. In Einbeck liegt die Zahl der ungültigen Stimmen noch höher als im Rest des Wahlkreises 19: Hier waren 3,5 Prozent aller Erststimmen und 5,1 Prozent aller Zweitstimmen ungültig.

Zahl der Wahlen verwirrte

Bei vier Wahlen ist die Verwirrung in der Wahlkabine kein Wunder: Bei der Bürgermeisterwahl hat man eine Stimme, bei der Kommunalwahl (Ortsrat, Stadtrat) drei und bei der Landtagswahl zwei Stimmen. Zusätzlich kann man bei der Kommunalwahl kumulieren – also einem Kandidaten mehr als eine Stimme geben – oder panaschieren – Stimmen auf mehrere Listen und Kandidaten verteilen. „Da sind sicher viele durcheinandergekommen“, sagt Bettina Meyer.

Die Zettel der verschiedenen Wahlen hätten sich in Farbe und Größe deutlich unterschieden, betont Meyer. Dass die Wähler aus Versehen die Kreuzchen für die Kommunalwahl auf dem Zettel der Landtagswahl gemacht haben und so ungültige Stimmen produzierten, schließt sie daher aus. (fst)

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