Nachfrage bei den Frauenärzten steigt

Corona-Impfung: Viele Schwangere wollen Piks

Die Moringerin Nicole Herrmann lässt sich von Frauenarzt Dr. Egbert Teichmann impfen.
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Die Moringerin Nicole Herrmann lässt sich von Frauenarzt Dr. Egbert Teichmann impfen.

Nachdem die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Impfempfehlung für Schwangere und Stillende geändert hat, wächst die Nachfrage nach einer Corona-Impfung in den Praxen der Frauenärzte.

Northeim – Schon zuvor hätten sich einige Patientinnen nach einer Impfung erkundigt, aber die Empfehlung der Stiko sei für viele wichtig gewesen, sagt die Northeimer Frauenärztin Dr. Gabriele Prange. Das Interesse bei den angehenden Müttern sei auf jeden Fall da, doch auch der Bedarf, sich zu informieren und sich Zeit für die Überlegung zu lassen.

Stillende hat Prange nach eigenen Angaben auch zuvor schon öfter geimpft, nun würde sie die Schwangeren informieren und ein Impfangebot machen. Sie verweist aber auch darauf, dass über die Covid-Impfung hinaus die Grippe-Impfung nicht in Vergessenheit geraten sollte.

In der Praxis von Dr. Egbert Teichmann in Northeim wird schon seit April regelmäßig gegen Covid-19 geimpft. Rund 320 Patientinnen und ihre Angehörigen erhielten ihre Impfung, berichtet Teichmann, der ein großer Befürworter der Corona-Impfung ist. Er sei froh, dass nun auch die Stiko die Impfung für Schwangere und Stillende empfohlen hätte. Das würde den Patientinnen ein größeres Sicherheitsgefühl geben.

So sieht es auch seine Patientin, Nicole Herrmann, die kurz vor der Geburt ihres Sohnes steht: „Man weiß ja nicht, wie sich die Corona-Lage entwickelt, da bin ich froh, dass ich mich jetzt beruhigt impfen lassen konnte.“

Dr. Hiltrudis Christen

Frauenärztin Dr. Hiltrudis Christen, die auch in Northeim praktiziert, impft ebenfalls schon länger, spürt aber nach der Stiko-Empfehlung eine verstärkte Nachfrage. Patientinnen, die schon geimpft seien, würden sich wie befreit und überglücklich fühlen. Auch mit Blick auf die Entbindung könne die Impfung bei einer 2G-Regel von Vorteil sein, dann müsse bei der Geburt keine Maske getragen werden.

Dass nicht schon im ersten Schwangerschaftsdrittel geimpft werde, erklären Christen und Teichmann damit, dass die Fehlgeburtrate in den ersten Monaten höher sei. Da solle dann keine Verbindung zur Impfung hergestellt werden. (Rosemarie Gerhardy)

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