Aufruhr nach dem Sebastiansschmaus

Jens Hampe empört über Dinah Stollwerck-Bauer

Jens Hampe

Northeim. Voller Empörung hat Jens Hampe, Sprecher des Grünen Kreisverbandes Northeim-Einbeck, auf eine Äußerung der Adelebser Bürgermeisterin Dinah Stollwerck-Bauer (CDU) während des Sebastiansschmaus der Northeimer Bürgerschützengesellschaft (BSG) reagiert.

Stollwerck-Bauer habe bei dem Versuch, lustig zu sein, tief in die Schublade der geschmacklosen Vorurteile gegriffen, um somit von einer verheerenden, christdemokratischen Wahlniederlage abzulenken, schreibt Hampe in einer Stellungnahme.

„Den Schützen weiß machen zu wollen, dass unter Grünen die Autobahn nur noch für Radfahrer sei, ist niveauloses Wirtshausgequatsche, das suggeriert, dass das Publikum dumm genug sei, dies zu glauben“, lautet Hampes Überzeugung, der im Northeimer Kreistag stellvertretender Landrat ist.

Bei seinen Reden in eben dieser Funktion vor den Schützen des Landkreises habe er zu einem aufmerksamen, wachen und verantwortungsbewussten Publikum gesprochen, kurzum zu Menschen, die wüssten, was sie täten. Hampe bezweifelt, dass Stollwerck-Bauer, die Bürgermeisterin von Adelebsen ist und mit 36 Jahren die jüngste Hauptverwaltungsbeamte Niedersachsens, einem universitären Publikum in Göttingen ein ähnlich niedriges Redeniveau zugemutet hätte?

Die Frage beantwortet sich der Grüne gleich selbst: „Ich denke nicht.“ Das Schlimme daran sei, dass mit derartigen Beiträgen „die Schützenschwestern und -brüder indirekt beleidigt und ihr Ansehen in der Öffentlichkeit belastet“ würden.

„Ich werbe stets inner- und überparteilich für die Lebensart des ländlichen Raumes und setze mich für unsere landkreis-spezifischen Bedürfnisse gegen zahlenmäßig starke politische Kräfte aus den Ballungsräumen durch. Deshalb weiß ich, dass Landleute von Großstädtern durch solche Auftritte abgewertet und belächelt werden können.“

Das Landleben dürfe aber nicht leichtfertig durch Geschwätz wie in diesem Fall von Dinah Stollwerk-Bauer, die selbst aktive Schützin ist (Anmerkung der Redaktion), beschädigt werden. (ajo)

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