Dasseler Landwirt und Jurist folgt auf Hans-Joachim Harms

Von Garmissen jetzt Chef der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Der künftige und scheidende Direktor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. Links Bernd von Garmissen und rechts Hans-Joachim Harms.
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Der künftige und scheidende Direktor der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. Links Bernd von Garmissen und rechts Hans-Joachim Harms.

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) hat einen neuen Direktor, den aus dem Landkreis Northeim stammenden Landwirt und bekannten Kommunalpolitiker Bernd von Garmissen (55).

Northeim / Oldenburg – Von Garmissen tritt zum Jahreswechsel die Nachfolge von Hans-Joachim Harms (67) an, der in den Ruhestand geht. Die Verabschiedung des alten und die Begrüßung des neuen Kammerdirektors fand jetzt in einer coronabedingt kleinen Feierstunde im Beisein von Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast und Umweltminister Olaf Lies in Oldenburg statt.

Harms hatte die Verwaltung der Kammer seit 2012 geleitet. Die Landwirtschaft befindet sich in einem tief greifenden Transformationsprozess. Als Kammerdirektor habe Harms Impulse für eine zukunftsfähige Landwirtschaft gegeben und politische Ideen in die Praxis umgesetzt“, betonte Agrarministerin Barbara Otte-Kinast. „Ich freue mich, dass mit Bernd von Garmissen ein würdiger Nachfolger für das wichtige Amt gefunden wurde.“

„Mit Ihrer Besonnenheit, Klugheit und Ihrem Weitblick haben Sie einen besonderen Anteil daran, dass die Landwirtschaftskammer heute gut aufgestellt in die Zukunft blicken kann“, sagte Dr. Bernd von Garmissen zu seinem Vorgänger.

Der 1966 in Wittmund (Ostfriesland) geborene von Garmissen ist ausgebildeter Landwirt. Seine Familie bewirtschaftet seit vielen Generationen einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb nahe der Dasseler Ortschaft Sievershausen. Der promovierte Jurist ist verheiratet, war zuletzt als Fachanwalt für Agrarrecht tätig und verfügt über langjährige Erfahrung als Geschäftsführer eines landwirtschaftlichen Verbandes. So war er lange Jahre unter anderem Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Hauptverbandes Südniedersachsen. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit hat von Garmissen einen Lehrauftrag für Agrarwirtschaftsrecht an der Universität Göttingen.

Im Kreis Northeim ist der 55-Jährige vor allem durch seine kommunalpolitischen Aktivitäten bekannt. Für die CDU trat er 2013 und 2016 als Landratskandidat an und unterlag jeweils knapp den SPD-Kandidaten Michael Wickmann und Astrid Klinkert-Kittel in Stichwahlen. Bis zur Kommunalwahl in diesem Jahr gehörte er zudem dem Kreistag an und war auch stellvertretender Landrat.

Die LWK ist das Selbstverwaltungsorgan der Landwirtschaft in Niedersachsen. 40 000 landwirtschaftliche Betriebe sind dort Mitglied. Sie vertritt einerseits die fachlichen Interessen der Land- und Forstwirtschaft. Zu ihren weiteren Aufgaben gehören auch die Beratung sowie die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Land- und Forstwirten. Außerdem nimmt die Landwirtschaftskammer Aufgaben im Auftrag des Landes wahr. Dazu gehört unter anderem die verwaltungsmäßige Abwicklung von Aufgaben der Agrarförderung.  (Axel Gödecke)

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