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Erstaufnahmeeinrichtung in der BBS-Sporthalle soll in einer Woche fertig sein

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Von: Olaf Weiss

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Um den Hallenboden zu schonen, legten die Einsatzkräfte der Feuerwehr zunächst ein Vlies aus, worauf dann Platten verlegt wurden.
Um den Hallenboden zu schonen, legten die Einsatzkräfte der Feuerwehr zunächst ein Vlies aus, worauf dann Platten verlegt wurden. © Konstantin Mennecke/Kreisfeuerwehr Northeim

Am Dienstagnachmittag hat der Umbau der Sporthalle der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Northeim zu einer Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine begonnen. Wie die Kreisverwaltung am Dienstag mitteilte, soll die Einrichtung Mitte nächster Woche in Betrieb gehen.

Northeim – Beim Aufbau der Erstaufnahmeeinrichtung sind neben der Kreisverwaltung und der Kreisfeuerwehr Kräfte des Technischen Hilfswerkes sowie des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. Für einen längerfristigen Betrieb sei geplant, einen Betreiber für die Unterkunft zu gewinnen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die BBS-Halle soll als Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete dienen. Wegen der großen Zahl der ankommenden Kriegsflüchtlinge sei eine sofortige dezentrale Unterbringung der Menschen nicht mehr möglich, hieß es zur Begründung.

Pro Tag werden dem Landkreis Northeim aktuell bis zu 21 Personen von der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen zugewiesen – mit einer Zuweisungspause donnerstags. Die Landesaufnahmebehörde hat jedoch nach Mitteilung der Kreisverwaltung bereits auf die Möglichkeit einer Steigerung der Zuweisungszahlen hingewiesen. Die Behörde behalte sich vor, mit einem Vorlauf von 12 Stunden die Zuweisungszahlen analog zu den bundesweiten Verteilkontingenten auf die Länder zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund sei die Entscheidung gefallen, eine Erstaufnahmeeinrichtung einzurichten, um die steigende Zahl an Geflüchteten aus der Ukraine bewältigen zu können.

Die Halle soll als erste Anlaufstelle zur kurzfristigen Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine fungieren. Ziel der Kreisverwaltung sei weiterhin, die Ukrainer langfristig dezentral in Wohnungen unterbringen zu können.

In der Halle können bis zu 112 Personen untergebracht werden. Dafür ist die Einrichtung von Wohnparzellen mit Feldbetten für die geflüchteten Menschen geplant. Diese Parzellen sollen individuell angepasst werden, um Mütter mit Kindern zusammen unterbringen zu können, aber auch Einzelpersonen. Zusätzlich soll ein Spiel- und Bewegungsbereich sowie ein Gemeinschaftsbereich mit Tischen und Stühlen geschaffen werden.

Angesichts der hohen Spendenbereitschaft der Bevölkerung, bittet die Kreisverwaltung darum, Sachspenden nicht direkt zur BBS-Sporthalle zu bringen. Dort in der Erstaufnahmeeinrichtung können die Helfer sie weder systematisch annehmen, noch sortieren und einlagern.

Wer Wohnraum für Geflüchtete zur Verfügung stellen will, kann sich per Online-Formular auf der Internetseite des Landkreises (landkreis-northeim.de) per Online-Formular melden. (ows)

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