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Landtagswahl: Briefwahlquote bereits jetzt höher als 2017

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Von: Olaf Weiss, Axel Gödecke, Niko Mönkemeyer

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Im Wahlbüro im Northeimer Rathaus geben Iris Rath (links) und Larissa Förster noch bis Freitag, 13 Uhr, Stimmzettel aus.
Im Wahlbüro im Northeimer Rathaus geben Iris Rath (links) und Larissa Förster noch bis Freitag, 13 Uhr, Stimmzettel aus. Wer sich so kurzfristig zur Briefwahl entscheidet, muss dann seine Kreuze aber gleich vor Ort machen. © Hubert Jelinek

Northeim – Bei der Landtagswahl zeichnet sich eine hohe Briefwahlbeteiligung im Landkreis Northeim ab. Das ergab eine Umfrage der HNA bei den Städten und Gemeinden.

So hatten nach Auskunft von Uwe Ritter, Leiter der Bürgerdienste im Northeimer Rathaus, bis Dienstagmittag mit 3008 Wählern in der Kreisstadt bereits 13,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Erst- und Zweitstimmen abgegeben. Vor fünf Jahren waren es 12,5 Prozent (2850). Die Zahl der Wahlberechtigten ist seit der Landtagswahl 2017 in Northeim um 701 auf 22  182 zurückgegangen.

Ähnlich ist die Briefwahlquote auch in der größten Stadt des Landkreises, Einbeck: Dort haben ebenfalls bereits 13,6 Prozent der 24 338 der Wahlberechtigten per Brief gewählt. Das sei eine höhere Quote als bei der Landtagswahl 2017, aber eine niedrigere als bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr, hieß es dazu aus der Stadtverwaltung.

Die bislang wohl höchste Briefwahlquote hat die Gemeinde Katlenburg-Lindauaufzuweisen. Hier hatten laut Ina Danne bis Dienstagmittag bereits 1069 von 5775 Wahlberechtigten per Brief abgestimmt. Das entspricht einer Quote von 19 Prozent. Vor fünf Jahren lag die Briefwahlquote im Endergebnis bei nur 14,3 Prozent.

In der Gemeinde Nörten-Hardenberg haben bis jetzt 1165 von 6824 Wahlberechtigten ihr Stimmen per Briefwahl abgegeben, was einer Quote von 17,1 Prozent entspricht (2017: 12,4 Prozent).

Auch in der Stadt Hardegsen gibt es im Vergleich zur vorigen Landtagswahl eine Zunahme der Briefwähler. Aktuell ergibt sich bei 6301 Wahlberechtigten und 916 Briefwählern eine Quote von 14,5 Prozent (2017: 12,8 Prozent).

Bei der Stadt Moringen sind aktuell 848 Briefwähler von insgesamt 5761 Wahlberechtigten registriert worden. Das ist eine Quote von 14,7 Prozent (2017: 11,4 Prozent).

In der Gemeinde Kalefeld ist auch eine deutliche Zunahme zu spüren. Laut Heike Müller-Packeiser haben bislang 800 von 5141 Wählern per Brief abgestimmt, das sind 15,6 Prozent (2017: 12 Prozent).

In Uslar haben bisher 1446 Wähler per Briefwahl abgestimmt. Das sind laut Stadtverwaltung 12,9 Prozent (2017: 10,7 Prozent).

In Bodenfelde haben mit 375 von 2473 Wählern bereits 14 Prozent Briefwahl gemacht. 2017 waren es 12,3 Prozent. (Olaf Weiss, Axel Gödecke Und Niko Mönkemeyer)

Briefwahlfrist wird knapp

Wer per Briefwahl an der Landtagswahl teilnehmen möchte, muss sich allmählich sputen. Wer seinen Brief mit dem Stimmzettel noch nicht ans Rathaus geschickt hat, sollte diesen nun sicherheitshalber selbst bringen, rät Uwe Ritter, Leiter der Bürgerdienste in der Northeimer Stadtverwaltung.

Angesichts der derzeitigen Postlaufzeiten sei sonst nicht gewährleistet, dass der Stimmzettel rechtzeitig da ist. Verspätet eintreffende Stimmen könnten nicht mehr gezählt werden.

Ein Wahlschein wird in den Schlitz einer Wahlurne gesteckt.
In zwei Wahlkreisen im Landkreis Northeim werden Direktmandate für den niedersächsischen Landtag vergeben (Symbolbild). © Henning Kaiser/dpa

Außerdem gibt es noch bis Freitag, 7. Oktober, 13 Uhr, zu den Öffnungszeiten des Rathauses nach seinen Worten natürlich die Möglichkeit, direkt im Rathaus zu wählen. Kreisweit sind nach Mitteilung der Kreisverwaltung bisher 17 570 Briefwahlunterlagen ausgegeben worden. Gezählt werden alle Briefwahlstimmen, die am Wahlsonntag, 18 Uhr, der Kreiswahlleitung im Kreishaus, Medenheimer Straße 6/8 in Northeim vorliegen.

Wer nicht in der Lage sei, seine Wahlunterlagen selbst im Rathaus abzuholen, der kann jemand per Vollmacht dazu beauftragen. Eine solche stehe auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung, erklärt Ritter. Wichtig sei, dass sie unterschrieben sei und genau angegeben ist, wem die Vollmacht erteilt worden ist. Das gelte auch für selbst aufgesetzte Vollmachten. Eine Person könne maximal Vollmachten von vier Personen erhalten, betont Ritter. (ows)

2000 Wahlhelfer am Sonntag im Einsatz

In den Wahlkreisen 17 Northeim und 18 Einbeck sind 125.650 Wahlberechtigte dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. In der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr sind die Wahllokale geöffnet.

Zur Ermittlung der Wahlergebnisse sind nach Mitteilung der Kreisverwaltung in den beiden Wahlkreisen 310 Wahlvorstände im Einsatz (275 Urnenwahlvorstände und 35 Briefwahlvorstände), um die Wahllokale zu besetzen und nach Ende der Wahlzeit die Ergebnisse zu ermitteln. Über 2000 Wahlhelfer werden demnach am Sonntag im Einsatz sein.

Ende 2021 wurden die Wahlkreise neu zugeschnitten. Die beiden Wahlkreise 17 Northeim und 18 Einbeck gehen nun über die Kreisgrenze hinaus.

Zum Wahlkreis 17, Northeim gehören: Hardegsen, Kalefeld, Katlenburg-Lindau, Moringen, Northeim, Nörten-Hardenberg und Adelebsen (Landkreis Göttingen).

Zum Wahlkreis 18, Einbeck gehören: Bad Gandersheim, Bodenfelde, Einbeck, Dassel, Uslar und Seesen (Landkreis Goslar) sowie das gemeindefreie Gebiet Solling.

Auf dem Stimmzettel befinden sich in der linken Spalte (schwarz gedruckt) die Namen der Personen, die sich um ein Direktmandat bewerben mit Angaben zu Beruf und Wohnort sowie der Name der Partei, für die die kandidierende Person antritt oder sonst der Zusatz „Einzelbewerber(in)“. In der rechten Spalte (blau gedruckt) sind die zugelassenen Landeslisten der Parteien mit Angabe der ersten drei Bewerber aufgeführt.

Alle Wähler können zwei Stimmen vergeben: eine Erststimme für die Wahl eines Direktkandidaten und eine Zweitstimme für die Wahl der Landesliste einer Partei. (ows)

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