Das Waldgebiet am Moringer Hagenberg wächst

Begutachtet die Wurzelqualität der Jungpflanzen: Förster Thorsten Möhlenhoff verpflanzt derzeit mit seinen Kollegen 14 000 Bäume und Sträucher. Foto: Rudolph/Landesforsten/nh

Moringen. Als Ausgleich für Waldverluste und Landschaftsverbrauch durch den Bau von Stromtrassen entsteht bei Moringen ein neues Waldstück.

Das Forstamt Dassel forstet derzeit eine Ackerfläche auf, die direkt an das Waldgebiet am Hagenberg anschließt.

Bisher wurde die 22 000 Quadratmeter große Fläche landwirtschaftlich genutzt. Mit dem neuen Waldstück entsteht ein Grün-Korridor, der den Hagenberg-Wald mit dem Baumbewuchs entlang des Moore-Baches verbindet. Tierarten wie Wildkatze oder Laufkäfer können so geschützt in andere Lebensräume einwandern.

Eingriff in die Landschaft

Notwendig wurde die Waldvergrößerung durch Umweltauflagen bei Bauprojekten. „Die neuen Stromtrassen von Nord- nach Süddeutschland stellen einen Eingriff in die Landschaft dar, den der Verursacher an anderer Stelle wieder ausgleichen muss“, heißt es in einer Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesforsten. Die Aufwertung der Ackerfläche in einen Waldlebensraum stelle eine sogenannte Kompensation dar.

Bunter Mischwald

Den rund 2,2 Hektar großen ehemaligen Maisacker wollen Franz Knappe und Burkhard Zeising in einen bunten Mischwald umwandeln. Seit einer Woche pflanzen die beiden Forstwirte mit weiteren Mitarbeitern des Forstamtes Dassel verschiedene Baum- und Straucharten. Revierförster Thorsten Möhlenhoff plant hier einen Eichenwald, der mit Kirschen und Elsbeeren gemischt wird.

Angrenzend an die benachbarten Ackerflächen bilden Sträucher einen stufigen Waldrand. In kleinen Parzellen außerhalb der Eichen werden Wildobstbäume gesetzt. Rund zwei Wochen werden die Pflanzarbeiten dauern, bis die letzten der 14.000 kleinen Bäume und Sträucher im geschützten Ackerboden stecken. (jus)

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