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Weiter warten auf die Geldautomaten

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Von: Olaf Weiss

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Fünf 50-Euro-Scheine und eine ec-Karten der Kreis-Sparkasse Northeim in einer Hand, im Hintergrund die ehemalige Kreis-Sparkassen-Geschäftsstelle in Lindau
Die ehemalige Kreis-Sparkassen-Geschäftsstelle in Lindau: Bargeld aus dem Automaten gibt es dort nicht mehr. Auf den Selbstbedienungspavillon müssen die Menschen wie in Kalefeld und Volpriehausen noch warten. © Olaf Weiss

Kalefeld, Volpriehausen und Lindau brauchen noch Geduld. Bis in den drei Orten die versprochenen Selbstbedienungspavillons der Kreis-Sparkasse Northeim aufgestellt werden, wird es noch dauern.

Northeim – Die nach den Worten von KSN-Sprecher Gernot Bollerhei „unverzüglich“ nach der Zustimmung durch den Verwaltungsrat des Geldinstituts bestellten Geräte sollen im ersten Halbjahr 2023 geliefert werden. „Wir haben noch keinen konkreten Termin“, so Bollerhei. Wahrscheinlich sei eine Aufstellung der Geräte eher zum Ende der ersten Jahreshälfte – also im Juni.

Ende August war eine Installation der sprengsicheren und behindertengerechten Geldautomaten für das Jahresende 2022 angekündigt worden. Doch wegen „allgemeiner Lieferprobleme“ könne der Hersteller die Northeimer Bestellung nicht früher abarbeiten, so Bollerhei.

Die Aufstellung der drei Geldautomaten war ein Kompromiss, nachdem es vonseiten der KSN-Kunden, aber auch von den betroffenen Gemeinden heftige Proteste gegen die im April bekannt gewordene endgültige Schließung von insgesamt sieben Sparkassenfilialen in Lindau, Kalefeld und Volpriehausen sowie Düderode, Sebexen, Höckelheim und Sudheim gegeben hatte. Diese kleinen Geschäftsstellen waren bereits im Februar geschlossen worden, nachdem es zuvor Überfälle auf die Filialen in Höckelheim und Sudheim gegeben hatte.

Die KSN hatte die Schließung damals zunächst mit Sicherheitsgründen erklärt. Die Nichtwiederinbetriebnahme begründete die KSN-Vorstandsvorsitzende Ute Assmann im April dann mit Verweis auf die geringe Kundenfrequenz. In die Geschäftsstellen, die sowieso nur noch an zwei Tagen in der Woche für jeweils drei bis vier Stunden geöffnet waren, seien dann häufig nur drei Kunden gekommen.

Auch dass nicht einmal die Selbstbedienungsbereiche wieder geöffnet wurden, erklärte Assmann damals ebenfalls mit der zu geringen Kundenfrequenz. 80 000 Abhebungen im Jahr seien notwendig, damit ein Geldautomat wirtschaftlich arbeitet. Die Automaten in den sieben geschlossenen Geschäftsstellen haben nach ihren Worten nur einen Bruchteil davon erreicht. Angesichts zahlreicher Geldautomatensprengungen sprachen aus Sicht der KSN außerdem Sicherheitsaspekte gegen einen Weiterbetrieb der Geldautomaten in Gebäuden. (Olaf Weiss)

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