Beste Stimmung bei der CDU - bei der SPD nur späte Freude über Priesmeier-Sieg

Wechselnd Jubel und Frust

Fassungslos: Die SPD-Mitglieder bei der Wahlparty im Café Ahrens. Vorn Bürgermeisterkandidat Frank Kampf, der auch von der SPD unterstützt wurde. Er schaffte es nicht. Später am Abend gabs doch noch Grund zum Feiern: Ihr Kandidat Dr. Wilhelm Priesmeier ist wieder im Bundestag. Foto: Jelinek

Northeim. Beste Stimmung und bis gegen 22 Uhr durchaus auch Jubel bei der CDU im Northeimer Hotel Freigeist, wo ihr Bundestagkandidat Dr. Roy Kühne die Hochrechnungen mit Parteifreunden verfolgte, gedämpfte Stimmung im Northeimer Café Ahrens, wo die Wahlparty der SPD stattfand.

Späte Freude gab es dennoch im Cafe, denn SPD-Kandidat Wilhelm Priesmeier schaffte den Wiedereinzug in den Bundestag ganz knapp.

Schon bei der Bekanntgabe der Bundestagswahl-Hochrechnungen waren die Mienen der SPD-Mitglieder trotz leichter Gewinne zum Ergebnis von vor vier Jahren nicht gerade mit lachenden Mundwinkeln versehen.

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Als dann die miesen Ergebnisse der Northeimer Bürgermeisterwahl langsam von der Internetseite der Stadt Northeim per Beamer an die Leinwand geworfen in den Schankraum drangen, machte sich bei den Genossen der Frust erst so richtig breit. Dem von ihr unterstützten Bürgermeisterkandidaten Frank Kampf war erst recht nicht zum Jubeln zumute.

Knapper Priesmeier-Sieg

Noch guten Mutes: CDU-Bundestags-Direktkandidat Dr. Roy Kühne (zweiter von rechts) verfolgt hier die eingehenden Ergebnisse. Die Stimmung im Northeimer Hotel Freigeist war den ganzen Abend über bestens. Doch am späten Abend wurde klar: Kühne hat es nicht geschafft.

Ihre Hoffnung setzten die Genossen bis zuletzt auf ihren Bundestagsdirektkandidaten Dr. Wilhelm Priesmeier, und das mit Erfolg. Um 22 Uhr war noch nichts klar. Doch dann liefen die letzten Wahlbezirke aus der Stadt Goslar und ganz zuletzt, um 22.30 Uhr, aus Hattorf ein und hellten die Mienen auf: Priesmeier hatte es doch wieder geschafft, mit ganzen 520 Stimmen Vorsprung. Priesmeier erreichte 42,36 Prozent, sein Kontrahent Kühne 42,04.

Späte Entscheidung

Im Northeimer Hotel Freigeist war indessen die Stimmung angesichts des Spitzenergebnisses der Bundespartei den ganzen Abend über bestens, auch wenn ihr hiesiger Bundestagskandidat Dr. Roy Kühne sich bis spät in den den Abend ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Wilhelm Priesmeier von der SPD lieferte.

Gegen 21.30 Uhr machte sich Kühne auf nach Osterode, seine CDU-Freunde im Freigeist mussten dann doch noch eine bittere Niederlage schlucken, denn ihr Kandidat verfehlte den direkten Einzug ins Parlament um Haaresbreite. Ob der Northeimer es über die Landesliste nach Berlin schaffen wird, stand am Sonntagabend nicht nicht fest.

Gemischte Gefühle bei den Grünen

Nicht gerade begeistert: Die Grünen bei der Trendbekanntgabe für die Bundestagswahl am Sonntag in der Grünen-Geschäftsstelle in Northeim. Zweite von rechts Viola von Cramon.

In der Geschäftsstelle der Grünen in der Northeimer Fußgängerzone nahmen die Northeimer Grünen die Verkündung der ersten Trendmeldung zur Bundestagswahl mit gemischten Gefühlen auf. Kam beim Ergebnis der FDP, die keine fünf Prozent erreichte, noch Schadenfreude auf, so verzogen sich die Mienen doch merklich, als das Grüne Ergebnis mit acht Prozent über den Fernsehschirm flimmerte.

Ob die bisherige Grüne Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon den Wiedereinzug ins Parlament schaffen würde, war denn auch mit einer acht vor dem Komma bei den Zweitstimmen keineswegs sicher. Vor vier Jahren hatte es die aus Waake bei Göttingen stammende Grünenkandidatin bei ähnlichen Prozentsätzen gerade so geschafft.

Die FDP hatte ihre Bundestagswahlparty in den Clausthaler Ratskeller gelegt. Doch an Feiern war hier nicht zu denken. Bereits um 20 Uhr war dort von den Liberalen keiner mehr im Gasthaus zu finden.

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