Demo am Samstag

Wehren gehen für den Erhalt der Leitstelle auf die Straße

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Bernd Kühle

Northeim. Mit einem Demonstrationszug durch Northeim und einer Kundgebung auf dem Münsterplatz will die Feuerwehr am Samstag, 9. Februar, ab 11 Uhr für den Erhalt der Einsatzleitstelle Northeim im Falle einer Kreisfusion demonstrieren.

Aufgerufen dazu hat der Kreisfeuerwehrverband Northeim mit dem Chef, Kreisbrandmeister Bernd Kühle.

Zur Protestveranstaltung, die sich an die Verantwortlichen richtet, die in den drei Landkreisen Göttingen, Osterode und Northeim für die Vorbereitung der Dreierfusion verantwortlich sind, erwartet Kühle mindestens 500 bis 700 Feuerwehrleute aus allen Ortswehren des Kreisgebiets.

Beteiligen am Marsch werden sich nach Kühles Worten Worten auch Vertreter von Rettungsorganisationen, denn auch der Rettungsdienst wird von der Einsatzleiststelle in Northeim aus koordiniert.

In seinem Aufruf zur Teilnahme an die Feuerwehrmitglieder macht der Northeimer Kreisbrandmeister keinen Hehl daraus, dass die Aktion insbesondere als Protest gegen die Argumentation des Göttinger Landrats Bernhard Reuter (SPD) zu werten ist. Es sei bei den Verhandlungen deutlich geworden, dass Reuter einen harten Kurs in Sachen Leitstelle fahre und im Falle einer Fusion den Erhalt der Einsatzleistelle in Northeim als gleichwertige Einrichtung zur Leitstelle bei der Berufsfeuerwehr Göttingen strikt ablehne.

Als falsch bezeichnete der Kreisbrandmeister zudem die Behauptung, dass die Forderung des Erhalts der Leiststelle von Northeimer Seite aus nachgeschoben worden sei. Kühle: „Das war von Anfang an Bedingung Nummer 1.“ Und diese Forderung sei in einem Positionspapier der Wehren im Kreis Northeim auch von Beginn an formuliert und in den Sitzungen des Unterarbeitskreises zur Fusion immer wieder vorgebracht worden.

„Wir haben in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Göttingen auch schon seit langem ein tragfähiges und finanzierbares Konzept entwickelt,“ fährt Bernd Kühle fort. Dieses solle auch greifen, falls es nicht zu einer Kreisfusion komme und sehe Einsatzleitstellen in Göttingen und Northeim mit der selben Computer-Technik vor. Die Leitstellen sollen sich im Falle von Störungen auch gegenseitig ergänzen oder sogar voll ersetzen können.

Bis heute, so der Northeimer Kreisbrandmeister, habe man keinerlei Reaktion auf das Positionspapier erhalten.

Northeims Landrat Michael Wickmann unterstützt laut Kühle hingegen den Erhalt der Leitstelle Notheim. (goe)

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