Weitere Tablets sind bestellt

Digitalpakt: Kreis, Städte und Gemeinden rufen Fördergelder ab

Erste Laptops stehen in den BBS1 in Northeim schon für den digitalen Unterricht zur Verfügung: Verwaltungsleiter Christian Feuerhahn (links) und Digitalisierungsbeauftragter Thorben Teyke im Computerraum.
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Erste Laptops stehen in den BBS1 in Northeim schon für den digitalen Unterricht zur Verfügung: Verwaltungsleiter Christian Feuerhahn (links) und Digitalisierungsbeauftragter Thorben Teyke im Computerraum.

Der Weg zur digitalen Schule ist nicht so einfach: Die Antragstellungen und Umsetzungen beschäftigen zurzeit Landkreis, Städte und Gemeinden. Dem Landkreis Northeim steht aus dem „Digitalpakt Schule“ ein Betrag von bis zu 5,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Landkreis Northeim – Das Programm ziele in erster Linie darauf ab, alle für den Schulunterricht genutzten Bereiche mit Lan-Anschlüssen und W-Lan zu versorgen, informiert die Kreisverwaltung. Erst wenn diese Maßnahmen abgeschlossen sind, ist eine Förderung von mobilen Endgeräten mit bis zu 25 000 Euro pro Schule möglich.

Anlässlich der coronabedingten Schulschließung im März hat das Land Niedersachsen diesen Nachrangigkeitsgrundsatz für die mobilen Endgeräte vorübergehend außer Kraft gesetzt. „Wir haben als Schulträger als Soforthilfe 750 Tablets beschafft“, erklärt der Pressesprecher des Landkreises, Dirk Niemeyer.

Der Landkreis hat zudem einen Antrag zum Sofortausstattungsprogramm gestellt. Mittlerweile liege dazu der Zuwendungsbescheid über gut 580 000 Euro vor, so Niemeyer. Mobile Endgeräte inklusive Schutz- und Aufbewahrungsmöglichkeiten sollen davon angeschafft und dann Schülern ohne eigenes, einsatzfähiges mobiles Endgerät als Leihgerät zur Verfügung gestellt werden. Die Schulen können nach erfolgter Lieferung auf insgesamt über 1300 Geräte verfügen, so Niemeyer. Das Ausschreibungsverfahren dazu laufe bereits. Bei einem Großteil der Geräte handele es sich um Tablets, die relativ zeitnah zur Verfügung stehen sollten, so der Landkreis.

Für die Grundschulen sind die Städte und Gemeinden als Träger zuständig. Auch hier laufen die Arbeiten, um die Vorgaben der Fördermittelrichtlinien zu erfüllen. Dazu gehört, dass die Schulen ein Medienbildungskonzept erarbeiten.

In den Städten und Gemeinden wurden die Fördergelder beantragt und auch schon Bestellungen für Tablets veranlasst. Die Umsetzung der technischen Voraussetzungen lassen hingegen auf sich warten, zum einen ist eine umfassende planerische Vorarbeit notwendig, zum anderen gestaltet es sich zum Teil schwierig, Handwerker für die Bauausführung zu finden. Kalefeld und Hardegsen haben sich für die Umsetzung bei den Kommunalen Diensten Göttingen (KDG) Hilfe geholt. Kalefeld und Uslar peilen an, im Sommer 2021 die Maßnahmen des Digitalpakts umgesetzt zu haben.

Von Rosemarie Gerhardy

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