Wolbrechtshäuser freuen sich über Storchennachwuchs - Beringung ist erfolgt

Wenn die Störche wiederkommen, gibt's Kuchen

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Die Störche in Wolbrechtshausen

Wolbrechtshausen. Seit Anfang Juni ist die Sensation in Wolbrechtshausen perfekt. Drei junge Störche haben das Licht der Welt im Storchennest erblickt. Jetzt heißt es für die Storcheneltern, genug Futter für den Nachwuchs herbei zu schaffen.

Auf dem Speisenplan standen in den ersten vierzehn Tagen hauptsächlich Regenwürmer und Insekten. Erst danach gibt es dann deftigere Stücke wie Mäuse und Frösche.

Die Nahrungssuche der Storcheneltern erstreckt sich im gesamten Espoldetal von der Mündung der Espolde in die Leine bis nach Hardegsen, berichtet Ortsbürgermeister Werner Thiele. Auch wurden sie schon in der Tongrube in Parensen gesichtet. „Bleibt zu hoffen, dass sie in den nächsten Wochen genug Futter herbeischaffen können, um ein optimales Wachstum des Nachwuchses zu ermöglichen“, so Thiele.

Die Beringung der Jungstörche findet im Alter von vier bis sechs Wochen statt. Um die Storcheneltern und ihren Nachwuchs besser beobachten zu können, wurde an der Dorfstraße eine Ruhebank aufgestellt. Lektüre über Störche kommt noch hinzu. Weitere Anregungen nimmt Werner Thiele (Telefon 05503 / 8228) gern entgegen.

Inzwischen ist das Beringen der Jungstörche - die Störche wurden am linken Fuß beringt, wie das in ungeraden Jahren üblich ist - durch den Wolfsburger Weißstorchbetreuer Georg Fiedler zusammen mit dem Northeimer Storchenvater Bernd Schulz passiert. Stefan Löwer aus Nörten- Hardenberg leistete dabei Hilfe mit dem Steigkorb, um die halbwüchsigen Jungstörche in ihrem Nest sicher zu erreichen. Dabei gab es zahlreiche Zuschauer aus dem Dorf.

Diese Vogelwarten-Erkennungsringe sind Halbschalen aus Kunststoff, die mit Zahlenkombinationen versehen sind. Mit beiden Händen werden diese unlösbar zusammengepresst. Diese Zahlenkombinationen ermöglichen es, dass Ornithologen die Herkunft und das Verhalten der Störche bestimmen können.

Patenschaften vergeben 

Beringungsmannschaft mit Georg Fiedler, Bernd Schulz und Werner Thiele (von links) zu sehen.

Im Anschluss an die Beringung vergab Bernd Schulz Patenschaften für die drei Jungstörche. Die haben der Vorarbeiter der Donnerstagsmänner Wilfrid Woyder, Ortsbrandmeister Thorsten Krawczak und Ortsbürgermeister Werner Thiele übernommen.

Beide Storchenexperten sind sich einig, dass sich alle drei Wolbrechtshäuser Jungstörche in einem sehr vitalen Zustand befinden. Auch der Nestaufbau und die Polsterung zeigen, dass es sich hier um erfahrene Storcheneltern handelt. Der Zeitpunkt des Flüggewerdens ist noch etwas hin. Er schwankt zwischen 60 und 70 Tage nach der Geburt.

Sollten die Wolbrechtshäuser im nächsten Jahr wieder so ein Glück haben, dass ein Storchenpaar seinen Nachwuchs bei dort aufzieht, verspricht Werner Thiele heute schon, dass zur Beringung ein Storchenfest mit Kaffee und Kuchen organisiert wird.

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