Firefighter-Challenge in Leicester

Wettbewerb der Feuerwehr-Sportler: Martin Hebenstreit trainiert für Sieg in England

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Quälen sich, um für den Wettkampf fitt zu sein: Die Feuerwehrsportler (von links) Axel Fegebank, Martin Hebenstreit und Karsten Kohrs wollen in England den Titel holen.  

Nienhagen. Stöhnen vor Erschöpfung ist in diesen Tagen auf der Nienhagener Hauptstraße vom Hof der Familie Kohrs öfter zu hören. Beim Ortsbrandmeister Karsten „Kala“ Kohrs ist wieder das Trainingslager für Feuerwehr-Sportler eingerichtet.

Aktuell trainiert Kala zusammen mit Axel Fegebank und Martin Hebenstreit für die zweite British Firefighter Challenge, die am 29. Juli in Leicester stattfinden wird. Alle drei nahmen vor einem Jahr an der Premiere in Nottingham teil.

„Dieses Mal will ich die Siegerkrone“, sagte der 36-jährige Hebenstreit, der bei der Premiere in England mit 2 Minuten 54 Sekunden in der Gesamtwertung den vierten und in seiner Altersklasse „Über 30“ den ersten Platz belegte. „Die Möglichkeit besteht, auch wenn mit 130 Sportlern 40 mehr an den Start gehen als vor einem Jahr“, sagte der 36-jährige Kammerborner. Der 45-jährige Fegebank wird gelassener nach England fahren. „Mein Ziel ist es, wieder unter vier Minuten zu kommen und einen mittleren Platz zu erreichen“, sagte der Gladebecker. Schließlich zähle der olympische Gedanke und das Bestehen des Parcours, der „mörderisch sein“ werde.

Dummy schleppen

Nach dem Treppenlauf über drei Stockwerke müssen die Akteure außen ein Schlauchpaket hochziehen, ein etwa 80 Kilogramm schweren Metallklotz an der sogenannten Keiser-Force-Maschine mit einem Hammer bewegen und anschließend einen 60 Meter langen Feuerwehrschlauch ziehen. Danach müssen ein Schlauch aufgerollt, vier 30 Kilogramm schwere Kanister und schließlich ein 85-Kilogramm-Dummy über 50 Meter geschleppt werden. Nach einer kurzen Verschnaufpause wird das Trio mit einem weiteren Sportler den Parcours bei der Staffel nochmals durchqueren. Beim Einzelwettkampf und der Staffel starten sie für die David-Ziaja-Stiftung.

„Der Wettkampf ist eine Mischung aus der Berliner Firefighter-Combat-Challenge, der Deutschen Toughest Firefighter Alive (TFA) und der Europas Challenge in Hardegsen“, sagte Kohrs, der in den vergangenen Jahren mehrere Wettkämpfe im In- und Ausland bestritten hat. „Das Wichtigste ist, dass man das ganze Jahr trainiert und so eine gewisse Grundfitness behält. Das ist bei Einsätzen mit Atemschutzgeräten vorteilhaft“, sagte der 44-Jährige.

Die Teilnahme in England ist für das Trio eine Vorbereitung für die Europas-Challenge, die am Samstag, 16. September, in Hardegsen stattfinden wird. Mehrere Freunde Kalas, die auch in Hardegsen starten werden, nutzen die idealen Trainingsbedingen auf seinem Hof, der auch „Kalas Hölle“ genannt wird.

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