Wetten, dass..?: Glücklich über Platz 3 und 4000 Euro

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Wolbrechtshausen/Düsseldorf. Wer an einem „Sexgott“ scheitert und trotzdem gewinnt, muss wirklich nicht traurig sein: Dieser Begriff war den Kandidaten Detlev Jarchow und Anika Hellemann in Europas größter Fernsehshow „Wetten, dass..?“ am Samstagabend von Comedian Ceylan Bülent vorgegeben, aber nicht erraten worden.

Dafür hatten die beiden Kandidaten aus dem Landkreis Northeim bei drei weiteren Begriffen keine Probleme. „Was war los beim Sexgott?“, fragte die HNA die Höckelheimerin Anika Hellemann am Sonntagmorgen, als sie gerade beim Frückstück im Düsseldorfer Hilton saß. „Ich hab’s einfach nicht auf den Schirm bekommen“, erklärte Hellemann die Situation, „das hatte mit meiner Aufregung zu tun!“ Dafür ging’s mit den drei folgenden Begriffen fast spielend. Als Käse, Kraft und Milch über ihre Lippen kamen, ertönte die Fanfare für die gewonnene Wette. Der Jubel fiel allerdings sehr dezent aus. Die Begriffe hatte ihr Kollege Detlev Jarchow per Glühlampe zugesendet. Der 57-Jährige saß steif und mit einem Brett vor dem Kopf auf einem alten, umgebauten Stuhl seiner Oma. Mit einer scheinbar störrischen Ruhe produzierte er Morsezeichen durch das Wackeln seiner Ohren.

„Das hat mir mein Vater beigebracht, als ich zehn Jahre alt war“, erklärte der Wolbrechts-häuser Showmaster Markus Lanz und den Millionen von Zuschauern am Fernsehschirm. „Das wirst Du im Leben noch brauchen“, hatte ihm sein Vater damals mit auf den Weg gegeben. Wie wahr, am Samstagabend war es soweit. Auf jedem Fall strahlte Jarchow mehr Ruhe und Gelassenheit aus als der sichtlich nervöse und nur selten schlagfertige Showmaster. „Lanz ohne Glanz“ wäre ein passender Titel für den Moderator gewesen, der schon gestern viel Kritik für sein „Wetten, dass..?“-Debüt einstecken musste. „Aber er ist ein Sympathischer Typ“, beschreibt Anika Hellemann den Südtiroler, die einige Worte mit ihm wechseln konnte.

Für die Höckelheimerin hat sich das intensive Training für die Show gelohnt, nicht nur, weil sie zusammen mit Jarchow durch ihren Wett-Paten Rolando Villazón die Heimreise mit 4000 Euro antreten konnte. Die gab’s für das Erraten der Wettausgänge. Die After-Show-Party im Hilton-Hotel war für sie wahrscheinlich die größte Geburtstagsfete aller Zeiten - sie wurde am Sonntag 31. Glückwünsche gab’s reichlich von allen Seiten. Durchgehalten hat sie bis 3.30 Uhr. Eine halbe Stunde früher hatte sich ihr Wettpartner aus Wolbrechtshausen in die Federn der Luxus-Herberge fallen lassen.

Von Hans-J. Oschmann

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