Zensus 2022: Ausgewählte werden befragt

Wieder wird das Volk gezählt, auch im Kreis Northeim

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Der letzte Zensus fand im Jahre 2011 statt.

2022 findet in Deutschland wieder eine Volkszählung statt, der sogenannte Zensus. Befragt werden nicht alle Bewohner der Republik, sondern etwa zehn Prozent der Bevölkerung, die per Stichprobe ausgewählt werden.

Landkreis Northeim - Auch tausende Bewohner aus dem Landkreis Northeim werden am Zensus 2022 teilnehmen. Besser gesagt: Sie werden daran teilnehmen müssen. Denn alle ausgewählten Personen sind zur Auskunft verpflichtet.

Stichtag des Zensus ist der 15. Mai 2022. Die Vorbereitungen dazu sind in der Northeimer Kreisverwaltung bereits angelaufen, bestätigt Caroline Diedrich vom Presseteam des Landkreises.

Eine Erhebungsstelle zur Organisation und Ausführung des Zensus sei im Kreishaus bereits als Stabsstelle, die der Landrätin unterstellt sei, eingerichtet.

Von dort aus wird koordiniert, wie viele der (so die aktuell vorliegende Zahl) 132 000 Einwohner des Landkreises befragt werden. Welche Bewohner in den elf kreisangehörigen Städten und Gemeinden für den Zensus ausgewählt sind, ist noch nicht bekannt. Das Landesamt für Statistik werde im November 2021 die Stichprobenadressen übermitteln. Damit werde dann die Anzahl der zu Befragenden bekannt sein, so Diedrich.

Besucht und befragt werden die Ausgewählten von sogenannten Erhebungsbeauftragten. Kreisweit werden nach Angaben der Kreisverwaltung 150 bis 200 Erhebungsbeauftragte benötigt.

Die Kreisverwaltung suche ab sofort solche ehrenamtliche Interviewer. Interessierte können sich über die Homepage landkreis-northeim.de/zensus2022 melden.

Es sei vorgesehen, dass von jedem Erhebungsbeauftragten etwa 100 Befragungen ausgeführt werden, wobei für jede Befragung ein Zeitaufwand von etwa 15 Minuten anzusetzen sei. Es werde dafür eine einkommenssteuerfreie Aufwandsentschädigung von bis zu 700 Euro gezahlt. Interessenten sollten sich bis zum 15. Dezember melden.

Mit dem Zensus soll ermittelt werden, wie viele Menschen aktuell in Deutschland leben, wo sie wohnen und arbeiten. Diese Daten sollen Antworten geben auf Fragen wie „Gibt es genügend Wohnraum?“ oder „Brauchen wir mehr Kindergärten, Schulen oder Pflegeeinrichtungen?“ Die amtliche Einwohnerzahl ist zudem für eine Reihe von Verwaltungsverfahren wie den Kommunalen Finanzausgleich oder auch Wahlkreiseinteilung maßgeblich.

Zensus findet alle zehn Jahre statt

Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder nehmen alle zehn Jahre den Zensus mit Befragungen von etwa einem Zehntel der Bevölkerung vor, um verlässliche Daten für Planungen zu erhalten. Ursprünglich sollte der Zensus bereits 2021 stattfinden, wurde aber pandemiebedingt verschoben.

Die letzte echte Volkszählung, also die Vollerhebung der Bevölkerung, liegt schon über drei Jahrzehnte zurück. Sie fand 1987, damals unter großen Protesten statt. (Axel Gödecke)

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