Grünbrücke soll Lebensräume verbinden

Wildautobahn quert A7 am Harzhorn

Northeim. In Höhe des Harzhorns wird voraussichtlich von 2015 an ein neues, barrierefreies „Autobahnkreuz“ entstehen für die Blechlawinen der Autobahn 7 und den Tieren, die zwischen Harz und Solling hin- und herwechseln.

Möglich wird dies durch den Bau einer 50 Meter breiten Grünbrücke, über die Wilddkatze, Luchs, Reh, Wildschwein und Hirsch zwischen ihren beiden großen Lebensräumen in Südniedersachsen wechseln können.

Naturschützer und Straßenbauer wollen dabei zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Sie wollen die Unfallgefahr für die Reisenden auf der A 7 verringern und gleichzeitig seltenen Tierarten Wanderungen ermöglichen, die einer genetischen Verarmung durch Verinselung vorbeugen. Grund: Barrieren wie stark frequentierte Verkehrswege können sie kaum überwinden.

Gerade die seltene Wildkatze mit ihrem charakteristisch geringelten, aber stumpf endenden Schwanz soll von der Grünbrücke profitieren, hoffen die Naturschützer. Aber auch das Rotwild, das auf alten Fernwechseln wandert. Fürs Harzhorn spricht, dass dort der Wald am dichtesten an die A 7 herankommt.

5,5 Millionen Euro hat die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Bad Gandersheim für den Bau der Brücke einkalkuliert, sagt Hans-Joachim Welle vom Landesamt.

Bedenken, dass es Interessenkonflikte mit der geplanten touristischen Nutzung des historischen Römerschlachtfeldes geben könne, teilt er nicht. Seine Behörde stehe im ständigen Gespräch mit den Beteiligten. „Beide Funktionen lassen sich gut miteinander verbinden. Ich sehe keine Probleme.“

Während das Planverfahren für die Wildbrücke am Harzhorn noch läuft, ist das für eine zweite, Grünbrücke über die A 7 in Höhe von Großenrode inzwischen ohne größere Einwände abgeschlossen worden. (hpx)

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