CDU will eine Ideen-Werkstatt für die Region einrichten

Einbecker Erklärung: Ideenwerkstatt-Leiter Uwe Schünemann (links) und CDU-Landtagsfraktionschef Björn Thümler. Foto: Betram

Einbeck. Die CDU-Landtagsfraktion hat bei einer Sitzung in Einbeck beschlossen, eine „Ideenwerkstatt Südniedersachsen" einzurichten. Der ehemalige Innenminister Uwe Schünemann (Holzminden) wird sie leiten.

Die Oppositionspolitiker wollen damit auf den Südniedersachsen-Plan der rot-grünen Landesregierung antworten, den sie für ungeeignet halten.

Die „Ideenwerkstatt Südniedersachsen“ der CDU wolle nicht bloß Fördermittel verteilen, sondern Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft vor Ort einbinden, sagte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Björn Thümler.

In der im Urbock-Keller der Brauerei beschlossenen „Einbecker Erklärung“ fordert die CDU unter anderem,

• den Zukunftsvertrag für die verschuldeten Kommunen fortzuführen,

• Verkehrsprojekte wie den Ausbau von Autobahn 7- und der Bundsstraßen 64 und 240 umzusetzen und

• Innovationsstrategien zu entwickeln, um beispielsweise Fachkräfte in der Region zu halten.

Gemeinsam mit lokalen Akteuren wollen die Christdemokraten Probleme in den Landkreisen Goslar, Göttingen, Osterode, Northeim und Holzminden aktiv angehen. Wissenschaft und Wirtschaft müssten besser miteinander vernetzt und eine bessere Infrastruktur bereit gestellt werden, sagte Thümler.

Verödung droht 

Während Südniedersachsen mit Göttingen über einen exzellenten Universitätsstandort und innovative Arbeitsplätze in den Bereichen Mobilität, Chemie, Gesundheit und Biotechnologie verfüge, seien einige Regionen wie Holzminden nur unzureichend an die Verkehrsnetze angebunden oder drohten durch die Abwanderung junger Menschen zu veröden.

Erster Treffen im November 

Die „Ideenwerkstatt Südniedersachsen“ soll im November erstmals zusammen kommen. Teilnehmen werden unter anderen die hiesigen CDU-Abgeordneten in den Parlamenten sowie die CDU-Bürgermeister in Südniedersachsen, aber auch hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft der Region.

Namen mochten Thümler und Schünemann noch nicht nennen. Bewusst habe man sich für Einbeck als Ort der Erklärung entschieden, den der CDU-Fraktionschef als „Zentralisationspunkt für Südniedersachsen“ bezeichnete. Künftig werde die Landtagsfraktion zwei bis drei Mal im Jahr auswärts im Lande tagen. (zfb)

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